MdL Fabian Mehring nimmt Bürgerinitiative in die Pflicht

Die ins Auge gefasste Rodung eines Teils des Lohwaldes für die Erweiterung der Lechstahlwerke erregt weiter die Gemüter von Naturschützern und Teile der Bevölkerung
Landtagsabgeordneter fordert Gesprächsbereitschaft in Sachen Stahlwerkerweiterung ein
Meitingen. Mit Unverständnis reagierte kürzlich der Landtagsabgeordnete und Meitinger Marktgemeinderat und Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Fabian Mehring auf die An-kündigung der Bürgerinitiative AGL, nicht an Vermittlungsgesprächen mit Bayerns stellver-tretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger zur geplanten Erweiterung des Lech-Stahl-werks teilnehmen zu wollen. Damit, so Mehring, schade das Aktionsbündnis nicht zuletzt den konzertierten Bemühungen um den Erhalt des Lohwalds. „Wer zuerst publikumswirksam ei-ne Petition nach München schickt und dann das Gespräch verweigert, wenn eigens ein Mi-nister in die Region kommt, schadet seiner eigenen Glaubwürdigkeit und wird womöglich nicht mehr ernst genommen“, befürchtet Mehring. Eindringlich fordert der Parlamentarische Geschäftsführer der FW-Regierungsfraktion die Verantwortlichen der AGL deshalb dazu auf ihre Haltung nochmals zu überdenken: „Es ist schon irritierend, wenn mich die Biberbacher Bürgerinitiative bittet einen Termin zur Übergabe ihrer Petition beim Umweltminister zu ar-rangieren, während die Herbertshofener Aktivisten zeitgleich den Stellvertretenden Minister-präsidenten abblitzen lassen. Mit niemandem zu sprechen und einfach nur gegen alles zu sein wird der Bedeutung des Themas für unseren Standort nicht gerecht und ist unfair ge-genüber fast tausend Mitarbeitern und deren Familien“, findet Mehring, der Bayerns Wirt-schaftsminister als Mediator im Stahlwerksstreit gewinnen konnte. Hubert Aiwanger, so der Landtagsabgeordnete weiter, habe die Bedeutung der Angelegenheit für die Region erkannt und werde bereits Ende November persönlich nach Meitingen kommen. „Im Sinne einer aus-gewogenen Lösung sollte er dabei unbedingt auch die Sorgen der Bürgerinitiativen zu hören bekommen und deren Expertise wahrnehmen“, wünscht sich Mehring. Schließlich, sagt Meh-ring, gehöre er andersherum selbst zu den wenigen Politikern die seit Jahren nahezu jede Jahreshauptversammlung der AGL besuchen und den Dialog pflegen würde. Bereits wäh-rend der Sommerpause habe er zudem die Vorstandschaft der Aktionsgemeinschaft zweimal zu einem ausführlichen Gespräch in seinem Büro empfangen. „Angesichts dessen jetzt auf Fundamentalopposition umzuschalten wäre weder dem Problem noch der wertvollen Arbeit der AGL angemessen. Am Ende steht jedem frei, etwaige Vermittlungsvorschläge abzuleh-nen. Dafür, sich bereits einem Gespräch darüber zu verweigern wie man Ökologie und Öko-nomie unter einen Hut bringen kann, hätte ich aber kein Verständnis. Schließlich ist das Me-diationsverfahren auch eine Chance, viel Gutes für die Umwelt zu erreichen“, so Mehring ab-schließend in der Hoffnung auf ein Umdenken hierzu in den Reihen der AGL.
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