Meitinger Feuerwehren werden gemeinsam zu Einsätzen gerufen

Künftig werden die Meitinger Feuerwehr sowie die Orts-teilfeuerwehren der Marktgemeinde gemeinsam zu Einsätzen bei Unfällen oder Bränden ausrücken
Pilotprojekt soll größere Mannschaftsstärke bewerkstelligen
Meitingen. Auch in der Marktgemeinde Meitingen gibt es das Problem, dass während des Ta-ges bei Unfällen oder Bränden nach einer Alarmierung nicht genügend Feuerwehrleute aus-rücken können. Zahlreiche berufstätige Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner sind Außer-orts tätig und somit nicht einsatzbereit. Dies besagt, dass in der integrierten Leitstelle (ILS), in der der Einsatz gemeldet und disponiert wird, die Auswahl an alarmierbaren Feuerwehren im-mer geringer wird, obwohl in Kommunen der Brandschutz eine Pflichtaufgabe ist. In der Verordnung zur Ausführung des Bayerischen Feuerwehrgesetz ist genau verankert, wie stark in der Regel die Mannschaft einer Freiwilligen Feuerwehr sein muss. Im Paragraf vier der Verordnung heißt es, dass die Mindeststärke einer Gruppe einer dreifachen Besetzung be-darf. Da eine Gruppe neun Aktive beinhaltet, liegt die Mindeststärke laut Gesetz bei 18 bis 27 aktiven Feuerwehreinsatzkräften. Um alle Fahrzeug einmal zu besetzen müssen 23 Feuer-wehrler verfügbar sein. Laut Gesetz liegt somit die Mindeststärke bei einer zwei- beziehungs-weise dreifachen Gruppengröße. In Meitingen wird nun ein Pilotprojekt angestrebt, dass Bür-germeister Michael Higl bei der letzten Gemeinderatssitzung erläuterte. In allen Meitinger Ortsteilen stößt man tagsüber an die Grenze der Einsatzbereitschaft was bedeutet, dass die Feuerwehr zwar in jedem Ort, in dem ein Einsatz nötig ist, alarmiert wird. Der Computer in der Leitstelle erkennt allerdings auch direkt, das aber auch noch andere Wehren alarmiert werden müssen um den Einsatz bewerkstelligen zu können. Ein Beispiel: Wenn sich in Mei-tingen ein Zimmerbrand ereignen würde, weiß der Computer in der Leitstelle laut Alarmstufe bereits, dass er mindesten zwölf Einsatzkräfte alarmieren muss um die benötigte Mann-schaftsstärke stellen zu können. Hat die Freiwillige Feuerwehr Meitingen acht Einsatzper-sonen gemeldet, fehlen laut Computer (rein rechnerisch) noch vier weitere Kräfte, die dann der Bereichsfolge nach entsprechend alarmiert werden. Im Norden der Marktgemeinde wür-den die Ortsteilfeuerwehren von Waltershofen und Ostendorf alarmiert, im Süden Erlingen und Herbertshofen und schließlich im Westen die Feuerwehr Langenreichen. Da es jedoch tagsüber in den Ortsteilwehren an aktiven Einsatzkräften fehlt, wird dort seltener ein Alarm ausgelöst. So sieht das neue Konzept die Freiwilligen Feuerwehr Meitingen und die Ortsteil-wehren, je nachdem wo ein Feuer ausbricht oder ein Unfall passiert, künftig als Gruppe vor. Das besagt, dass die Sirenen zusätzlich zu Meitingen auch in Herbertshofen, Erlingen, Lan-genreichen, Waltershofen und Ostendorf schrillen werden. Ziel sei es, erklärt Bürgermeister Michael Higl, mehr Feuerwehrleute zu alarmieren damit mehr Männer und Frauen für einen Einsatz zur Verfügung zu haben, außerdem wolle man damit auch den Feuerwehrdienst für Aktive attraktiver gestalten. Im Falle eines Alarms können somit diejenigen ausrücken die gerade im Ort sind, auch wenn sie allein weder eine Staffel noch eine Gruppe stellen können. Doch nicht nur das System zur Alarmierung, auch die Anzahl der Sirenenstandorte hat sich geändert. In Herbertshofen sind zwei neu Sirenen in der Mendelstraße und am Feuerwehrge-rätehaus installiert, die Sirenenanlage am Feuerwehrhaus bleibt weiter in Betrieb. Im Ortsteil Waltershofen erfuhr der Sirenenstandort eine Veränderung. Dort wurde die bisherige Alarm-anlage, die auf einem Privathaus angebracht war abgebaut, der neue Sirenenmast befindet sich am Waltershofner Bürgerhaus.
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