Ortstafeln zwischen Waltershofen und Ostendorf dürfen nicht versetzt werden

Die Ortstafeln am Ortsausgang von Waltershofen und Ortseingang von Ostendorf dürfen nicht versetzt werden. Da zwischen den beiden Meitinger Ortsteilen des öfteren Raser unterwegs sind stellten die Freien Wähler den Antrag die beiden Ortstafeln nebeneinander ohne Zwischenraum zwischen den Orten zu platzieren.

Die Versetzung der Ortsschilder zwischen Waltershofen und Ostendorf kann nicht durchgeführt werden. Der Antrag von Fabian Mehring (FW) wurde öffentlich behandelt.

Meitingen. Beschwerden von Bürgern der beiden Meitinger Ortsteile Ostendorf und Wal-tersofen über zunehmende Raserei von Autofahrern nahm die Marktgemeinderatsfraktion der Freien Wähler zum Anlass der Forderung, die beiden Ortstafeln am südlichen Ortseingang von Ostendorf und am nördlichen Ausgang von Westendorf auf gleicher Höhe anzubringen.

In einer Sitzung des Planungs- und Werksausschuss wurde der Antrag des Fraktionsvorsitzenden Fabian Mehring vor wenigen Tagen öffentlich behandelt. Nach Vor-gaben der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist eine Versetzung der Ortstafeln nicht möglich. In der Begründung des Landratsamtes Augsburg und der Polizeiinspektion Gersthofen heißt es, das Verkehrszeichen (Ortstafeln) laut StVO 310/311 nach der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (VwV–StVO), eine bindende Vorschrift für die Arbeit der Verwaltungen dort aufzustellen sind, wo die geschlossene Ortschaft beginnt.

Dabei liegt eine geschlossene Bebauung dann vor, wenn die anliegenden Grundstücke von der Straße erschlossen sind. Auch wenn Ortschaften nicht so weit auseinander liegen, müssen diese Grundsätze beachtet werden. „Das ist deshalb erforderlich“, erklärt Achim Zwick, Leiter vom Ordnungsamt der Marktgemeinde Meitingen, „weil dem Verkehrsteilnehmer durch die Bebauung und Erschließung die geschlossene Ortschaft vermittelt werden soll".

Nach Meinung des Landratsamtes Augsburg sind es jedoch von Bebauung Ostendorf bis Bebauung Waltershofen etwa 250 Meter. „Eine geschlossene Bebauung kann soweit dem Verkehrsteilnehmer nicht eindeutig vermittelt werden. Im Grunde sind die Ortstafeln für jeden Verkehrsteilnehmer in ausreichender Entfernung zu sehen, wodurch der Verkehrsteilnehmer vorausschauend sein Fahrverhalten auf die geschlossene Ortschaft einrichten muss.

„Für Menschen in Ostendorf und Waltershofen ist es sehr schade, dass die Mehrheit sich auf juristische Erbsenzählereien eingelassen hat, statt nach gesundem Menschenverstand zu entscheiden“, schüttelte der Antragsteller der Forderung, Fabian Mehring, den Kopf.

Laut des FW-Fraktionsvorsitzenden war man in Gersthofen oder in Fischach pragmatischer. Die aktuelle Beschilderung ist aus Lärm-, Umwelt und Sicherheitsgesichtspunkten des in Waltershofen beheimaten Meitinger Marktgemeinderats ein Treppenwitz. Mehr Mut und weniger Paragraphenreiterei wäre nach Ansicht von Fabian Mehring wesentlich hilfreicher gewesen.
1
Einem Autor gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.