Verzögert sich die Baumaßnahme "Barrierefreier Bahnhof um weitere vier Jahre?

Unter den Gleisen des Meitinger Bahnhofs soll im kommenden Jahr eine Röhre durchgeschoben werden, damit Menschen mit Behinderung aber auch Fahrradfahrer und Fußgänger leichter zu den Bahnsteigen gelangen können
Neue Röhre unter den Gleisen ist die Vorrausetzung für das Vorhaben in Meitingen

Meitingen. Im kommenden Jahr, also im Juni 2019, werden in einem Zeitraum von 108 Stunden keine Züge mehr auf der Strecke zwischen Augsburg und Nürnberg verkehren da die Bahn in den Bahnhöfen Gersthofen und Langweid Bauarbeiten durchführen wird. Die-se Zeitspanne wäre die große Gelegenheit für die Marktgemeinde Meitingen, eine neue große Röhre für Radfahrer und Fußgänger, die für den Ausbau eines barrierefreien Bahn-hofs in Meitingen nötig ist, unter den Gleisen durchzuschieben. In einer Sitzung des Markt-gemeinderates gab Bürgermeister Michael Higl bekannt, dass die Pläne beim Eisenbahn-bundesamt zur Genehmigung der Baumaßnahme bereits vorliegen. Gelingt es der Markt-gemeinde nicht, diesen eingeplanten Termin zu nutzen, wäre der nächste Zeitraum für ei-ne Sperrpause erst in vier Jahren wieder gegeben. „Es kann durchaus möglich sein, dass die Genehmigung doch noch rechtzeitig eintrifft“, zeigt sich der Meitinger Rathauschef zu-versichtlich. Die Ausschreibung der Bauleitung sei bereits im Gange, die Vergabe ist für Januar 2019 ins Auge gefasst. Wenn alles nach Plan läuft, soll während der Sperrpause im Juni 2019 die Röhre in einem Zug unter den Gleisbereichen durchgeschoben werden. Der Kostenpunkt dafür wird mit etwa zwei Millionen Euro beziffert. Weitere Kosten für die Einrichtung von Rampen und der Gestaltung des Umfelds belaufen sich auf etwa 1,8 Milli-onen Euro. Es stellt sich jedoch noch die Frage, wie die etwa 80 Meter lange Rampe ge-führt werden soll. Nach ersten Gesprächen mit der Bahn kam der Gedanke auf, die Ram-pe leicht bogenförmig verlaufen zu lassen ehe sie sich trichterförmig öffnet. Doch da diese Variante viel Plätz benötigt, wurde im Gremium befürchtet, dass eine Rampe in dieser Form vielleicht späteren Projekten im Wege stehen könnte und wie man eine platzspar-ende und sinnvolle Gestaltung aussehen könnte. Gleichzeitig wird überlegt, wie man das Bahnhofsumfeld gestalten soll. Dabei reichen die Ideen und Vorstellungen vom Bau eines Hotels bis zur Er- und Ausweiterung des Vorplatzes am Bahnhof. Diese Fragen will man im Marktgemein-derat gemeinsam klären.
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