Metropolkonferenz: FREIE WÄHLER zeigen Geschlossenheit bei Verkehrsprojekten

Dr. Mehring: „Dritte Gleise und ICE-Strecke nicht gegeneinander ausspielen sondern kombinieren“
Dringenden Handlungsbedarf sehen die FREIEN WÄHLER in der Verkehrspolitik rund um die Metropolregion Augsburg. Die Autobahn A8, die Bundesstraßen B2, B17 und B300 stehen täglich kurz vor dem Kollaps und die Potenziale in den Bahnstrecken werden nicht konsequent verfolgt. Deshalb trafen sich auf Einladung des Heimatabgeordneten Dr. Fabian Mehring die FREIEN WÄHLER aus der Stadt Augsburg sowie den Landkreisen Augsburg, Aichach-Friedberg und Günzburg in Gersthofen zu einem Verkehrsgipfel.
„In den nächsten Monaten müssen wesentliche Weichenstellungen in der regionalen Verkehrspolitik geschehen,“ so Landespolitiker Mehring. Deshalb sei es ein starkes Signal nach außen, dass sich die FREIEN WÄHLER über drei Landkreise und die Stadt Augsburg gemeinsam positionieren, um sich für die Verkehrspolitik der Zukunft zu wappnen. Die FREIE WÄHLER Kreisvorsitzenden Claudia Schuster und Tobias Kunz (Landkreis Augsburg) freuen sich, dass sich die Parteifreien der Region geschlossen zu diesem Thema positionieren: „Wenn wir uns unsere politischen Mitbewerber anschauen, gibt es bei drei Verantwortungsträgern einer Partei aktuell vier unterschiedliche Meinungen. Das bringt uns nicht voran. Vielmehr stehen wir in einer Finanzierungskonkurrenz mit anderen Projekten in ganz Deutschland und drohen erneut auf dem Abstellgleis zu landen, wenn wir uns nicht einig sind. Wir müssen deshalb klar definieren, wohin wir wollen“, gibt FREIE WÄHLER-Kreischef Tobias Kunz zu bedenken.

Eine klare Position finden Die FREIEN WÄHLER zur Bahnstrecke Ulm-Augsburg. Zur Anbindung Augsburgs und der Metropolregion an das nationale und europäische Fernverkehrsnetz der Bahn muss die Bahnstrecke zwischen Ulm und Augsburg weniger als 30 Minuten fahrbar sein, um dem Deutschland-Takt gerecht zu werden. „Andernfalls würde unsere Heimat erneut vom überregionalen Fernverkehr abgehängt und der Umbau des Augsburger Hauptbahnhofs zum Treppenwitz“, gibt Mehring zu bedenken und verweist darauf, dass die neue Bahnachse vom Ruhrgebiet nach Süddeutschland andernfalls an Augsburg vorbeifahren würde. Um das 30-Minuten-Ziel zu erreichen sind umfangreiche Baumaßnahmen zur Verkürzung der Fahrtzeit erforderlich. Der Mobilitätsexperte der FREIEN WÄHLER in der Stadt Augsburg, Dr. Jens E. Wunderwald, betont: „Nur mit einer erstklassigen Anbindung an das deutsche und europäische Hochgeschwindigkeitsnetz kann in Augsburg eine erstklassige Wirtschaft florieren, die unter anderem ein vorbildliches Nahverkehrssystem, ein Staatstheater und einen Erstligaverein trägt. Nie mehr zweite Liga – auch bei der Bahn!“

Die bestmögliche Streckenführung des Ausbaus Ulm-Augsburg müsse deshalb hinsichtlich wirtschaftlicher und finanzieller Aspekte durch Experten unter transparenter Einbeziehung der Kommunalpolitik sowie der Wirtschafts- und Verkehrsverbände analysiert werden, ergänzt Mehring hierzu. Dabei sollte auch die Sicherstellung eines regelmäßigen Fernbahnhalts der Großen Kreisstadt Günzburg berücksichtigt werden, so Josef Brandner, Fraktionssprecher der Freien Wähler im Landkreis Günzburg.
„Unabhängig von dieser überregionalen Anbindung erwarten wir aus dem Verkehrsministerium zeitnahe Zugbestellungen und den Ausbau der Infrastruktur für den regionalen Schienenverkehr. Wir brauchen die Dritten Gleise nach Meitingen und Dinkelscherben immer dringender, um den – schon für 2013 zugesagten – 15 Minuten Regio-Schienen-Takt in die Staudenregion sowie nach Donauwörth und Dasing umsetzen zu können“, so die Gersthofer Bürgermeister Michael Wörle und Reinhold Dempf. Dazu wurde am Hauptbahnhof Augsburg die Mobilitätsdrehscheibe mit dem Bahnsteig F entwickelt und derzeit mit hohem finanziellen Aufwand realisiert. „Ein gut funktionierender und kostengünstiger, ja kostenloser ÖPNV sorgt unter anderem dafür, dass der Verkehr auf der Straße reduziert wird“, ist sich Reinhold Dempf sicher.
Eine vermeintliche Konkurrenzsituation zwischen Nah- und Fernverkehr muss dabei in den Augen von Landespolitiker Mehring dringend vermieden werden: „Die Metropolregion Augsburg braucht sowohl den längst versprochenen S-Bahn-Takt als auch die Einbettung in den Deutschlandtakt des Fernverkehrs. Die Ertüchtigung der Bestandsstrecke nach Dinkelscherben ist deshalb ebenso nicht verhandelbar wie die dritten Gleise über Meitingen nach Donauwörth. Ausgehend hiervon liegt es auf der Hand, dass wir sowohl die dritten Gleise als auch eine Neubaustrecke ab Dinkelscherben benötigen werden, die innerhalb des Deutschlandtakts nach Ulm führt“, spricht sich der Abgeordnete für eine Kombination aus dritten Gleisen und Neubaustrecke ab Dinkelscherben aus. „Je schneller sich auch die anderen Parteien hinter dieser Position zusammenfinden, umso größer sind unsere Chancen in Berlin eine schnelle Umsetzung zu erreichen“, so Mehring an die Adresse seiner Kollegen.
Unterstützung bekommen die FREIEN WÄHLER für diese Positionierung auch aus dem Landkreis Aichach-Friedberg. „Es liegt im Interesse der gesamten Region, Autofahrer von einem attraktiven, zuverlässigen und funktionierenden ÖPNV zu überzeugen. So lässt sich ein Verkehrskollaps der A8, B2, B17 und B300 verhindern, ohne für neue Straßen weiteren Flächen zu verbrauchen“, betont Erich Nagl, Kreisvorsitzender der FREIEN WÄHLER Aichach-Friedberg.
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