Badeverbot am Mandichosee bleibt bestehen

(Foto: Landratsamt Aichach-Friedberg Teresa Wörle)

Das Badeverbot am Mandichosee bleibt. Das entschied das Landratsamt Aichach-Friedberg in Absprache mit dem Landesamt für Gesundheit am Dienstag. In dem See in Merching war vergangene Woche eine hierzulande seltene Gattung von Cyanobakterien (Blaualgen) nachgewiesen worden.  

Nach dem Tod von drei Hunden am Mandichosee stießen die Behörden in der vergangenen Woche auf eine mögliche Ursache. Die Wasserproben ergaben, dass sich an angeschwemmten Wasserpflanzen und an Treibholz die Algenart „Tychonema“ in höherer Konzentration angelagert hatte.

Aufgrund "der weiterhin nicht abgeschlossenen Untersuchungen mit laufend neuen Erkenntnissen zum Verhalten und zum Vorkommen von Tychonema im Mandichosee wird das Badeverbot aufrechterhalten", erklärt das Landratsamt am Dienstag. Es werde zudem um die Nutzungseinschränkung für Wassersportler ergänzt.

Aktuelle Ergebnisse deuten demnach darauf hin, dass Tychonema nicht nur an Wasserpflanzen und angeschwemmten Treibholz anlagert, sondern auch in Form von sogenannten „Patches“, rötliche Bakterienansammlungen, im Flachwasser am Ufer vorkommt.

Inwieweit diese Patches auch fernab des Ufers auf dem See vorkommen, könne derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Auch die Toxinbestimmung – eine laborchemisch nicht ganz triviale Analyse – stehe noch aus. Sie müsse in einem Speziallabor durchgeführt werden, erklärt das Landratsamt.

Auch die neu entdeckten Patches werden dort weiter untersucht. "Eine Gesundheitsgefahr für Badende und Wassersportler kann daher beim Verschlucken von Wasser zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden", betont das Landratsamt.

Vom Kontakt mit Wasserpflanzen, Schwemmgut und den „Patches“ im Flachwasserbereich werde dringend abgeraten. Auch Hundebesitzer sollten den Uferbereich des Mandichosees großzügig meiden und ihre Tiere auf keinen Fall ins Wasser lassen. (pm)
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