Giftige Blaualgen: Wie geht es jetzt am Mandichosee weiter?

Am Mandichosee wurde ein Aufenthaltsverbot erlassen. (Foto: Landratsamt Aichach-Friedberg, Markus Pettinger)

Die Ermittlungen über Ausdehnung und lokale Verteilung des Tychonemavorkommens am Mandichosee machen dem Landratsamt Aichach-Friedberg zufolge gute Fortschritte und können voraussichtlich im Laufe der Woche abgeschlossen werden.

Diese Ermittlungen seien ein wichtiger Bestandteil für die generelle Abschätzung der Gesundheitsgefährdung am See. Weiterhin arbeiten unter anderem das Landratsamt, das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eng zusammen, um das weitere Vorgehen zu planen. "Eine gemeinschaftliche Planung des mittel- bis langfristigen Umgangs mit dem Mandichosee kann jedoch erst nach Abstimmung aller Beteiligten und gründlicher Würdigung der gesammelten Informationen aus mehreren Ortsbesichtigungen und Beprobungsreihen sowie Recherchearbeiten und Erfahrungsaustausch mit externen Experten ab der nächsten Woche erwartet werden", teilt das Landratsamt Aichach-Friedberg am Montag mit.

"In der Tauchbeprobung von letzter Woche wurde Tychonema ebenfalls in zwei bis drei Metern Tiefe festgestellt. Die Proben sind nun ebenfalls auf dem Weg ins Berliner Labor", erklären die Behörden. 

Im Mandichosee in Merching wurde eine hierzulande seltene Gattung von Cyanobakterien, also Blaualgen, nachgewiesen. Im gesamten Bereich der Lechstaustufe 23 beziehungsweise des Mandichosees ist das Baden, das Angeln, die Ausübung von Wassersport und das Betreten des Anschwemmbereiches am Ufer bis auf weiteres untersagt. (pm)
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