Zwei Klavierabende mit dem Ulmer Pianisten Valerij Petasch

Der in Ulm lebende Pianist Valerij Petasch wird am 20. Oktober im Pfarrsaal Merching und am 16. November im Schloss Friedberg auftreten.
Merching: Pfarrsaal | In Merching gastiert der Pianist und Komponist zum fünften Mal. Im Friedberger Schloss ist es eine Premiere für ihn.

Wer herausragende Klavierkonzerte erleben möchte, sollte sich diese zwei Termine gleich in den Kalender eintragen:den 20. Oktober um 19 Uhr in Merching und den 16. November um 19 Uhr im Schloss Friedberg. An diesen Abenden wird der in Kirgisien geborene Pianist Valerij Petasch aus Ulm auftreten. In Merching hat er bereits zahlreiche begeisterte Zuhörer gewonnen, in Friedberg freut er sich auf neue Liebhaber klassischer und moderner Klaviermusik. Das Besondere an ihm ist, dass ihm immer wieder neue fantasievolle Kompositionen einfallen, die Freunde der romantischen bis impressionistischen Musik verzaubern werden. Das Klavierspiel erlebte er von Kindesbeinen an, weil sein Vater ebenfalls ein Pianist war. Im Alter von vier Jahren erfand er schon eigene Melodien auf dem Klavier. In den frühen 90er Jahren kam der russische Pianist deutscher Abstammung auf Einladung von Experten, die ihn in Moskau gehört hatten, nach Deutschland und fand seinen neuen Lebensmittelpunkt in der Nähe von Ulm.

Anlässlich des 170. Todesjahres seines Lieblingskomponisten Frédéric Chopin widmet Valerij Petasch ihm den ersten Teil seines Abends im Merchinger Pfarrsaal. Dieser befindet sich gegenüber der katholischen Kirche. Für herausragende Chopin-Interpretationen wurde er Ehrenmitglied der weltumspannenden Chopin-Society Polonia. Der außergewöhnliche Pianist, der sein Studium am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium mit der höchsten Auszeichnung und Diplom abschloss, unterrichtet an der Universität Ulm hochbegabte Studenten der Naturwissenschaften, die ein beachtliches Niveau im Klavierspiel erreicht haben. Der renommierte Künstler trat nicht nur in Europa, sondern auch schon in Nord- und Südamerika und Israel auf. Er wird die Werke Impromptu Fis-Dur, op. 36, Nocturne cis-moll, op. Posthum, die Walzer As-Dur op. 69 und es-Dur op. 18 sowie die Ballade f-moll op.52 spielen. Nach der Pause hören die Besucher das Rondo capriccioso von Felix Mendelssohn-Bartholdy, bevor sie einen Einblick in seine eigenen Kompositionen bekommen. Er entschied sich für die „Ausflüge in die Kindheit“, lässt sie „Auf Schmetterlings Flügeln“ mitfliegen, entführt sie in die Welt von Atlantis und beschließt den Abend mit seinem „Ballett für zehn Finger“. Der Eintritt zum Konzertabend ist frei, ein Unkostenbeitrag ist erwünscht. In der Pause können die Besucher CDs mit eigenen Farbzeichnungen erwerben. Von seinen Eigenkompositionen hat er sechs leichtere Werke in einem Band für Klavier veröffentlicht.

Für den Auftritt im Schloss Friedberg stellte er ein anderes, sehr vielfältiges Programm zusammen. Er wird die von Franz Schubert/Franz Liszt komponierten Stücke „Ständchen“ und „Wiener Abende“, das Impromptu Ges-Dur von Schubert und die Nocturne H-Dur von Frédéric Chopin zum Besten geben. Danach folgen die nicht so bekannten Stücke „Petrarca Sonett“ und die Etüde „Un sospiro“ (italienisch: Ein Seufzer) von Franz Liszt. Nach der Pause entführt der Pianist die Gäste in die herausfordernden Werke Preludium gis-moll von Sergej Rachmaninoff, die Etüde cis-moll von Alexander Skrjabin und das verträumte Stück „Die Lerche“ von Michail Glinka-Balakirev. Welche Eigenkompositionen Valerij Petasch für diese Klaviersoirée im Gepäck hat, entscheidet er kurzfristig. Er sagt, dass er mit seinen Kompositionen zum Ausdruck bringen möchte, was er im Moment empfindet. Er fühle sich als ein Erzähler von Märchen oder Geschichten, deren Inhalt die Zuhörer und auch ihn selbst berühren und fesseln sollen. „Meine Zuhörer dürfen sich keinesfalls langweilen“, fügt er hinzu. Ein besonders fantasievolles Werk, das gut zur Jahreszeit passen würde, wäre die Komposition „Wenn die Kraniche ziehn“. Es bleibt spannend, ob er sie an diesem Abend zum Besten geben wird.

Info: Veranstalter des Konzertes im Wittelsbacher Schloss ist die Stadt Friedberg, Karten zum Preis von 15 Euro gibt es im Vorverkauf im Bürgerbüro oder an der Abendkasse. Nähere Informationen über den Pianisten können auf seiner Internetseite www.vpetasch.de nachgelesen werden.
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