Alkohol, Schläge und Bisse: Die Polizei zieht zum Faschingstreiben in Mering Bilanz

Das Faschingstreiben in Mering sei aus polizeilicher Sicht gut organisiert gewesen. Foto: jaf

Die Friedberger Polizei zieht zum Meringer Faschingstreiben eine positive Bilanz. Insbesondere der Umzug war aus polizeilicher Sicht durch die Begleitung des Sicherheitsdienstes und die anschließend schnelle Straßenreinigung gut organisiert.


"Allerdings ist leider auch in diesem Jahr mit zunehmendem Alkoholisierungsgrad der Faschingsteilnehmer ein deutlicher Anstieg des Aggressionspotenzials und damit auch der polizeilichen Einsätze zu verzeichnen", so die Polizei in ihrem Pressebericht.  

Der Faschingsausklang am Marienplatz und im Festzelt gestaltete sich vor allem wegen des starken Besucherandrangs am Zelt mit einsetzendem Schneefall zunächst problematisch. Durch das Herbeiziehen von Sperrgittern konnte alles jedoch kanalisiert und in geregelte Bahnen gelenkt werden. 

Bereits am frühen Nachmittag kam es zu einigen Einsätzen mit stark betrunkenen Faschingsgästen. Gegen 16 Uhr fand am Bahnhofsvorplatz eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen statt, bei der es schließlich auch zu Handgreiflichkeiten kam. Aufgrund des Alkoholisierungsgrades aller Beteiligten muss der genaue Sachverhalt nachermittelt werden. Nachdem ein 21-jähriger Partygast mit einer unbekannten Person in Streit geriet, verwies ihn ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes des Zeltes. Dagegen wehrte sich der mit 1,7 Promille stark betrunkene Mann mit einem Faustschlag ins Gesicht. Als ihm ein Kollege zur Hilfe eilte, biss ihn ein Besucher in den Oberschenkel.

Auch beschimpfte ein 20-Jähriger völlig anlasslos im Vorbeigehen einen Polizeibeamten - sowohl verbal als auch mit unflätigen Gesten. Anstatt sich zu entschuldigen, legte dieser mit weiteren Beleidigungen nach. Bei der anschließenden Personalienfeststellung wehrte sich der ebenfalls stark Betrunkene massiv. Ein Alkoholtest erbrachte einen Wert von knapp 2 Promille. Den 20-Jährigen erwartet nun eine Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung. 

Ebenso kam es zu Anzeigen wegen Hausfriedensbruch gegen mehrere betrunkene Partygäste, nachdem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes mehrmals erfolglos Besucher zum Gehen aufgefordert hatten. Hinsichtlich des Alkoholisierungsgrades war ein 16-Jähriger trauriger „Spitzenreiter“, der bereits gegen 17 Uhr 2,8 Promille intus hatte. Nach einer Erstversorgung durch das BRK wurde er seinem Vater übergeben.

Am Rosenmontag  erstattete eine 20-jährige Friedbergerin noch Anzeige, weil ihr der Geldbeutel im Faschingszelt in Mering geklaut worden war. Wie die Polizei berichtet, hielt sie sich am Nachmittag dort zum Faschingstreiben auf. Gegen 15 Uhr bemerkte sie, dass ihr Geldbeutel fehlte. Darin enthalten waren Dokumente und ein geringer Bargeldbetrag. Eine 17-jährige Meringer Schülerin erstattete ebenso Anzeige. Sie wurde im Festzelt in den Abendstunden von einer alkoholisierten 19-Jährigen im Streit getreten und in das Gesicht geschlagen. Dadurch erlitt sie leichte Verletzungen.(pm)
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