Absage von KUKA an Honold und Mering

Was macht Honold nach Absage von KUKA? (Foto: Hans schneider und Bernd Meyer)

KUKA kommt nicht nach Mering

Die Firma KUKA hat entschieden und wird sein Logistikzentrum nicht in Mering aufbauen. Die Pressesprecherin von KUKA, Frau Kuber-Stoeppe, teilte uns hierzu mit:
"Das KUKA Logistikzentrum wird nicht in Mering gebaut. Das Angebot von der Firma Honold in Bezug auf den Bau eines Logistikzentrums im Meringer Gewerbegebiet wurde aus unternehmerischen Gründen von KUKA Seite abgesagt. Derzeit werden weitere Angebote für die Anmietung eines Logistikzentrums geprüft, welches den Zuschlag bekommt, steht derzeit noch nicht fest. Ein wichtiges Kriterium für KUKA ist, dass das Logistik-Konzept sich in das Gesamt-Standortkonzept der KUKA einfügt. Man möchte deshalb mit der Logistik auf bewährten Flächen (dem GVZ) bleiben und die weitere Entwicklung der KUKA Umgebung im Auge behalten."

Kontroverse Diskussion

Wie berichtet wurde das Vorhaben mit drei großen Logistikhallen auf einer Fläche von 9 Hektar im Lechfeld bei Mering öffentlich sehr kontrovers diskutiert. Viele Menschen befürchteten negative Auswirkungen auf Orts- und Landschaftsbild und eine Beeinträchtigung der Naherholungs- und Naturschutzgebiete. Insbesondere im Zusammenhang mit der in Planung befindlichen Osttangente befürchten sie den Einstieg in die Industriealisierung des Lechfeldes und eine nachteilige Entwicklung für ihre Heimat. Befürworter argumentieren mit erwarteten Gewerbesteuereinnahmen von schätzungsweise 140.000 Euro pro Jahr und 40 Arbeitsplätzen für Meringer Bürgerinnen und Bürger.

Was machen Honold und Marktgemeinderat ?

Zur Zeit ist offen, ob und in welcher Form Honold an seinen Planungen für Mering festhält. Man darf gespannt sein, wie sich Bürgermeister und Marktgemeinderat positionieren und ob sie jetzt eine kleinteiligere Gewerbeentwicklung "mit Augenmaß" für Mering anstreben. Diese ist laut städtebaulichem Entwicklungskonzept der Gemeinde als Leitline für die Ortsentwicklung vom Marktgemeinderat einstimmig im letzten Jahr beschlossen worden.

Petition läuft weiter


Die vom Aktionsbündnis Keine Osttangente (A-KO) initierte Petition gegen die Ansiedlung von Honold läuft nach Auskunft des Aktionsbündnisses weiter, bis klar ist, wie Honold plant. Ziel des Bündnisses ist es, dass die Gemeinde zu einer aus ihrer Sicht an den Ort angepassten Gewerbeentwicklung zurückkehrt und kein Großlogistiker den Zuschlag erhält, der nur weiteren Verkehr und weitere Begründungen für den Bau der Osttangente bringen würde. Die Petition kann unter der Internetadresse https://www.openpetition.de/petition/online/keine-... aufgerufen werden.

Informationsabend am 5. März um 19:30 zum Thema "Industrielisierung des Lechfeldes" 

Am 5. März wird das Aktionsbündnis im Papst-Johannes-Haus in Mering um 19:30 einen Informationsabend zum Thema „Industrialisierung des Lechfeldes“ geben. Dabei wird auch über die aktuellen Entwicklungen in Mering informiert werden. Es werden der Geschäftsführer des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, Martin Wölzmüller, sowie der Umweltmediziner Dr. med. Paul Flämig über Heimatverlust durch Flächenverbrauch sowie über die gesundheitlichen Folgen des Autoverkehrs sprechen.
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