Als Kleinkind vom Vater ins Hobby eingeführt

Mit seinen Hellen Großsilber wurde Max Göschl zweiter Vereinsmeister Kaninchen.
 
Die Rasse Zwerg Rex blau züchten die Söhne des Vereinsvorsitzenden Daniel Köpke und holten sich alle drei einen Jugendvereinsmeistertitel bei der diesjährigen Kleintierzüchterausstellung in Mering.
Mering: Mehrzweckhalle | Alle drei Söhne des Vereinsvorsitzenden Daniel Köpke wurden zweiter, dritter und vierter Jugendvereinsmeister Kaninchen. 17 Aussteller präsentierten 240 Tiere bei der zweitägigen Kleintierzüchterausstellung im Untergeschoss der Mehrzweckhalle Mering

Überglücklich waren die Brüder Lukas und Tim Köpke und Paul Hirsch, dass sie bei der Kleintierzüchterausstellung 2018 die Titel des 2., 4. und 3. Jugendvereinsmeisters Kaninchen gewannen. Von klein auf züchten sie mit ihrem Vater Daniel Köpke, der seit zwei Jahren Vereinsvorsitzender der Meringer Kleintierzüchter ist und das Hobby beim Großvater kennenlernte, in Kissing blaue Zwerg Rexe. Deren hellgraues Fell glänzt seidig und ist ganz weich. Jeden Tag eine halbe Karotte, im Sommer ins Freigehege setzen, Fell gelegentlich bürsten, regelmäßig impfen und untersuchen lassen und den Stall täglich reinigen sind wichtig für den Erfolg, verrieten die drei lächelnd. Auch die neunjährige Enkelin Julia möchte einmal das Hobby der Hasenzucht von Max Göschl übernehmen. Seit 23 Jahren hält er Kaninchen und war viele Jahre Vereinsvorsitzender der Kleintierzüchter Mering. Mit seiner Rasse Helle Großsilber wurde er 2. Vereinsmeister Kaninchen. Der Enkelin schenkte er einen schwarz-weißen Holländer, die er früher ebenfalls hielt. Ganz allein versorgt sie seitdem das Tier und besucht ihren Großvater oft, um ihm bei der Zucht der Hasen zu helfen.

240 Tiere – darunter etwa 30 Kaninchen sowie je 105 Hühner und Tauben verschiedenster Rassen - konnten die Besucher an zwei Tagen in der Mehrzweckhalle bestaunen. Außer den Tieren der Züchter waren noch Volieren mit weißen Tauben, kleinen, bunten Bantam-Hühnern aus Java, vor wenigen Tagen ausgeschlüpfte Küken im Brutkasten und riesige Orloff-Hühner aus dem europäischen Teil Russlands zu sehen. Diese im Jahr 1884 nach Deutschland gekommene Rasse verblüffte große und kleine Besucher.Am Freitagnachmittag brachten die Züchter ihre Tiere in die Mehrzweckhalle, denn am Samstagmorgen ab 7 Uhr begann die fünfköpfige Jury mit der Bewertung, so dass gegen 12 Uhr die Gewinner feststanden. Die Punktzahl der vier besten Tiere eines Züchters wurde zusammengezählt. Vereinsvorsitzender Daniel Köpke begrüßte als Schirmherr Merings Bürgermeister Hans-Dieter Kandler und dankte ihm für die kostenlose Überlassung des Ausstellungsraumes. Es sei wieder eine gelungene Schau, die Christine Henni und Ludwig Hermann organisiert hatten, sagte er und lud die Besucher zu Kaffee und Kuchen ein. Ludwig Hermann las die Namen der einzelnen Gewinner vor, Bürgermeister Kandler überreichte die Preise und die Hähne in den Käfigen schrien danach jedes Mal laut, als ob sie ihnen zu ihrem Erfolg gratulieren wollten.


Vereinsmeister bei den Tauben wurde Michael Huber aus Winkl bei Prittriching mit seinen Pommerschen Kröpfern. In diesem Jahr nehme er nur noch in Erding teil, weil Ausstellungen für die Tiere anstrengend seien und ihr Gefieder darunter leide. Derzeit halte er 60 Tauben, hatte aber sogar schon einmal 130 Tiere. 1975 begann er im Alter von 23 Jahren mit der Taubenzucht und bekam für seine 15 ausgestellten Tauben durchgehend 93 bis 97 Punkte, was die höchste Bewertungszahl ist. „Zweimal täglich mache ich ihren Stall sauber und freue mich, wenn sie mir schon entgegenfliegen“, erzählte er. Damit sie so zutraulich sind und auf der Hand sitzenbleiben, sei er oft bei ihnen. Bei den Hühnern holte sich der 33-jährige Martin Steber aus Ried-Zillenberg den ersten Platz mit seinen federfüßigen Zwerghühnern. Im Alter von sechs Jahren wurde er durch seinen Vater in das Hobby eingeführt und freute sich, innerhalb von zehn Jahren zum fünften Mal Vereinsmeister geworden zu sein. „Damit die Tiere so schön sind, brauchen sie eine besondere Pflege und ich verwende nur die besten zur Zucht“, verriet er und nahm seinen gold-blauhalsigen preisgekrönten Hahn aus dem Käfig. Er erhielt wie auch Michael Huber noch einen Verbandspreis. Da der erste Vereinsmeister Kaninchen Josef Berchtold bereits im Sommer gestorben war, nahm Tochter Christine Henni seine Auszeichnung für die Rasse Sachsengold entgegen. Erster Jugendvereinsmeister bei den Kaninchen wurde Luca Hahn mit Loh schwarz. Sein Vater Ferdinand Kopp ist zweiter Vorsitzender und holte sich in der Kategorie Hühner den zweiten Platz.

Vereinsmeister des Jahres 2018

Hühner:
1. Steber Martin Federfüßige Zwerghühner 384 Punkte
2. Kopp Ferdinand Federfüßige Zwerghühner 382 Punkte
3. Gastl Kathrin Federfüßige Zwerghühner und Otter Franz Zwerg Wyandotten 382 Punkte

Tauben:
1. Huber Michael Pommersche Kröpfer 386 Punkte
2. Huber Thomas Brünner Kröpfer 384 Punkte
3. Janker Albert Mookeetauben 383 Punkte

Kaninchen:
1. Berchtold Josef Sachsengold 384 Punkte
2. Göschl Max Helle Großsilber 382,5 Punkte
3. Glasner Hans Kleinchinchilla 382 Punkte

Jugendvereinsmeister Kaninchen
1. Hahn Luca Loh schwarz 383,5 Punkte
2. Köpke Lukas Zwerg Rex blau
3. Hirsch Paul Zwerg Rex blau
4. Köpke Tim Zwerg Rex blau

Weitere Preise

Landesverbandsehrenpreis für Glas Helmut Sachsengold 382 Punkte
Verbandspreis für Steber Martin Federfüßige Zwerghühner
Verbandspreis für Weiss Johann Norwichkröpfer
Verbandspreis für Huber Michael Pommersche Kröpfer
Glas für Kopp Ferdinand Federfüßige Zwerghühner
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