Ausstellung "1948" in Mering

Günter Wurm (links) holt die gefragte Ausstellung "1948" über die Geschichte Israels nach Mering. Seit Oktober 2014 hat Mering eine offizielle Städtefreundschaft mit Karmiel in Israel, dessen Flagge beim Israelfest im Juli neben der Fahne des Landes hing.
Mering: Bücherei | Die ARGE Städtefreundschaft Mering-Karmiel holt die gefragte Ausstellung über die Geschichte Israels in die Bücherei Mering. Der bayerische Antisemitismusbeauftragte Ludwig Spänle wird sie eröffnen.

Beim Israelfest im Juli stellte der Wissenschaftler Dr. Oren Osterer die Ausstellung „1948“ vor, deren Träger der Münchner Verein für Demokratie und Information DEIN e. V. ist. Über 120.000 Besucher haben sie in Universitäten, Rathäusern, Schulen, Kirchen, Landratsämtern und anderen Orten bereits gesehen. Jetzt kommt sie auch in die Marktgemeinde. Das ist wichtig, weil Mering vor fünf Jahren die offizielle Freundschaft mit Karmiel aufnahm und seit zwei Jahren ein jährlicher Jugendaustausch stattfindet. Am 7. Januar wird die Ausstellung um 19 Uhr in der Bücherei Mering eröffnet. Bis 24. Januar ist sie zu den Öffnungszeiten der Bücherei zugänglich.

Den eigendynamischen Erfolg von "1948" erklärt DEIN e.V. mit der historischen Qualität: „Die Ausstellung basiert auf authentischen Dokumenten, Bildern und Zeitzeugen. Das ist einfach spannend, wenn Geschichte lebendig wird. Wer in die Ausstellung geht, erlebt mit, wie aus einer Handvoll Pioniere ein Staat entstand, wie sumpfiges und wüstes Land urbar gemacht wurde.“Die Ausstellung hatte ihre Premiere im Mai 2018, sie behandelt die Vorgeschichte und die Gründung des modernen Staates Israel.Sie ist das Resultat einer Tiefenrecherche durch Historiker, Politologen und Nahostexperten mit einem Aufwand von über 5.000 Stunden. Gezeigt werden auf 32 Schautafeln die Geschehnisse, die bis heute die internationale Politik beeinflussen. Es geht um die Fragen: Wer hat tatsächlich die Fluchtbewegung der arabischen Bewohner des britischen Mandatsgebietes ausgelöst, welchen Einfluss nahmen Agenten Himmlers? Wie gestaltete sich das Zusammenleben zwischen jüdischen Farmern und Beduinen und wie waren die wirklichen Besitzverhältnisse des Landes? Es wird auch darauf eingegangen, warum sechs arabische Staaten das neugegründete Israel überfielen. Besonders wichtig aber ist die Frage, wie sich Israel behaupten konnte. Der weltweit führende Experte Professor Benny Morris bezeichnet die Ausstellung als wichtiges Korrektiv angesichts von weit verbreitetem Halbwissen. Der bundesweite Schirmherr Dr. Felix Klein ist ebenso der Ansicht, dass relativ wenig über Juden und Israel bekannt ist und dass viele Fehlinformationen verbreitet wurden. Die Ausstellung vermittle ein fundiertes Wissen, kläre auf und stelle somit einen wichtigen Beitrag gegen Antisemitismus dar, sagt er.

Nach ersten Erfolgen kamen Anfragen aus allen Bundesländern. Mittlerweile wollen auch Institutionen aus Polen, England, Frankreich und den USA die Ausstellung buchen. Umso erfreuter zeigte sich Organisator Günter Wurm, dass es ihm gelang, die Ausstellung nach Mering holen zu können.
Info: Die Vernissage der Ausstellung wird mit Musik von Walter Bollinger und Annemarie Wurm und einem Buffet umrahmt.
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