Die Meringer Ortschronik erschien in der 56. Auflage

Schon seit 56 Jahren schreibt Franz Knittel die jährliche Ortschronik von Mering, die in diesem Jahr über 600 Seiten beträgt und alle wichtigen Ereignisse aus 2017 enthält.
Mering: Gemeinde | Der 85-jährige Meringer Franz Knittel fasste die wichtigen Ereignisse des Jahres 2017 zusammen. Vier neue Werke sind in Vorbereitung.

Bereits im Alter von 16 Jahren weckte Oberlehrer Anton Stork mit seinem 1. Meringer Heimatbuch bei Franz Knittel das Interesse am Heimatgeschehen. Seit 56 Jahren kümmert er sich mittlerweile leidenschaftlich darum, alle wichtigen Ereignisse in der Marktgemeinde aus der Friedberger Allgemeinen, dem Paaranzeiger und der Stadtzeitung auszuschneiden, aufzukleben, zu scannen und auszudrucken. Auch Mitteilungen von Vereinen nimmt er in seine Ortschronik mit einem Umfang von diesmal über 600 Seiten auf. Professor Fried von der Augsburger Universität bezeichnete seine Arbeiten als die größte bayerische Ortschronik, verrät Knittel. Je ein Exemplar des 56. Bandes der Meringer Ortschronik, die er jährlich aus seinen eigenen Mitteln finanziert, stellt er größeren Bibliotheken wie der Augsburger Universitätsbibliothek, der Landkreisbibliothek in Aichach, der Augsburger Stadtbibliothek, der Bücherei Mering und der Gemeinde zur Verfügung. „Die Arbeit macht mir immer noch riesigen Spaß, die Originale in meinen Ordnern übergebe ich nach der Veröffentlichung dem Bürgermeister“, sagt er. Er verfügt über ein großes Büro, in dem auch einige seiner vielen anderen Werke stehen wie "Meringer semmer", „Das Hochgericht Möring“, „Mering anno dazumal“, „Volksfest in Mering 1912 bis 1952“, „Die Badeanstalt in Mering“ oder „Markt Mering, Band 1 und 2“, um nur einige seiner zahlreichen Bücher zu nennen. Vier neue Werke seien schon in Bearbeitung, die Ortschronik werde er noch bis 2021 fortführen, schmunzelt er. Es sind „Das Landgericht Mering“, „Mering im Wandel“, „Die Bildhauerfamilie Luidl“ und „Urkunden und Dokumente 1100 – 1900“. Über einen Zeitraum von 40 Jahren führte Franz Knittel seine eigene Musikschule in Mering, an der 500 Schüler an den verschiedensten Instrumenten von ihm und weiteren Lehrern Unterricht erhielten und erfolgreich an Wettbewerben teilnahmen. Er komponiert nicht nur Tänze und Fantasien für Akkordeon, Hackbrett und Steirische Harmonika, sondern schrieb sogar für den Mainzer Karnevalsverein ein Faschingslied. "Dafür erhielt ich einen Mainzer Faschingsorden", freut er sich.
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