Ein französisches Insektenhotel für Mering

Ein Insektenhotel für Mering erhielt Erster Bürgermeister Hans-Dieter Kandler als Geschenk von seinem Amtskollegen Daniel Fabre bei der Ankunft in Ambérieu.
 
Erste Station des großen gemeinsamen Tagesausflugs in der Region von Ambérieu war der Lac de Nantua.
Mering: Gemeinde | 45 Meringer verbrachten ein sonniges Wochenende in der Partnerstadt. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler und seine Übersetzerin Gabi Huber-Litschmann verkündeten ihren Rücktritt aus dem Komitee.

Ein Wochenende mit sommerlichen Temperaturen und gemeinsamen Erlebnissen verbrachten 34 Erwachsene und 11 Jugendliche in der französischen Stadt Ambérieu. Gleich beim Empfang nahm Bürgermeister Hans-Dieter Kandler ein von den Mitarbeitern des Bauhofs angefertigtes Insektenhotel für die Marktgemeinde in Empfang. Das letzte Septemberwochenende im Jahr 2020 legte er für den Gegenbesuch in Mering fest. Obwohl jetzt noch nicht feststeht, wer zu diesem Zeitpunkt Bürgermeister von Ambérieu und Mering ist, wird die seit 46 Jahren bestehende Partnerschaft weitergehen. Auch das Gymnasium „Lycée de la Plaine de l’Ain“ plant, mit dem Gymnasium Mering einen mehrwöchigen Austausch einzuführen. Im November werden die Schulleiter von Mering und Ambérieu Details besprechen.

Am frühen Freitagmorgen startete die Reisegruppe mit dem Bus über Lindau, Österreich und die Schweiz nach Frankreich. Außer Teilnehmern, die seit vielen Jahren dabei sind, waren auch zwei neue Gesichter an Bord: Nathalia Darchinger und Nathalie Hieble mit je einem Sohn. Seit bereits 30 Jahren dagegen sind Eleonore und Bernd Broitzmann mit Familie Pinon befreundet. Albert Stark beteiligt sich seit 25 Jahren, seine Frau war im Alter von 12 Jahren von Anfang an mit den Eltern in Ambérieu dabei. Sie lernte in der Schule Französisch und spricht die Fremdsprache fließend. Von den Schülern des Meringer Gymnasiums, die Karin Rattenbacher betreute, waren manche zum zweiten Mal dabei. Bettina Fuchs befindet sich in der Oberstufe und hat Französisch als Abiturfach. Auch ihre Freundin Amanda Lang fuhr erneut mit.

Während die Erwachsenen einen Tagesausflug zum See von Nantua unternahmen, sich die Ruinen der „Glacières de Sylan“ ansahen, wo Joachim Moinat von 1867 bis 1917 unter harten Arbeitsbedingungen Eis zur Kühlung herstellen ließ, und beim Lac Genin zu Mittag aßen, verbrachten die Jugendlichen einen aktiven Tag. Sie unternahmen eine Radtour entlang der Rhône und verbrachten die Zeit mit Bogenschießen und Biathlon. „Meine Schüler mussten viel Französisch sprechen, weil nur zwei von den Franzosen Deutsch lernen“, verriet Karin Rattenbacher. Beim Abendessen mit Musik der Union Musicale in Bettant bestand die Möglichkeit für intensive Gespräche. Am Sonntag hieß der Pfarrer von Ambérieu die Meringer Gäste im Gottesdienst willkommen. Diakon Tino Zanini las das Evangelium in deutscher Sprache.

Bei einer Arbeitssitzung im Rathaus wurde die Zukunft der Partnerschaft beschlossen. Das Krankenhaus von Ambérieu ist nach dem erfolgreichen sechsmonatigen Praktikum von Julia Brem bereit, weitere Praktikanten aus Mering aufzunehmen. Es besteht die Möglichkeit, dass zwei Studenten während ihrer Semesterferien im Weinmuseum im Beaujolais für Touristen Führungen in deutscher Sprache durchführen. Franc Rogier, Leiter des „Lycée de la Plaine de l’Ain“ erzählte von seinem Traum, dass Schüler drei Wochen in Familien der Partnerstadt verbringen und hofft, dass er bald in Erfüllung gehen kann. Das französische Komitee sucht gerne weitere Kontakte zu Sportvereinen oder anderen Organisationen in Mering.

Zum Schluss erklärte Erster Bürgermeister Hans-Dieter Kandler seinen Rücktritt als Vorsitzender des Meringer Komitees mit dem Ende seiner Amtszeit. „Ich habe in 24 Jahren viele Präsidenten und herzliche Bürgermeisterkollegen kennengelernt, viele Freunde gewonnen und bei tollen Ausflügen und Festen haben sich unsere Orte verändert, sie sind schöner geworden“, führte er aus. Auch Gabi Huber-Litschmann erklärte ihren Rücktritt für das kommende Jahr. Die Bürger Ambérieus entscheiden ebenfalls im Frühjahr 2020, ob Daniel Fabre die Geschicke der Stadt weiterführen kann. Mit den Worten „Vive le Jumelage!“ lud er seine französischen Freunde für das letzte Wochenende im September kommenden Jahres nach Mering ein. Er selber werde auch als Rentner weiterhin an den Treffen teilnehmen.
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