Mering unterhält eine lebendige Städtepartnerschaft mit Ambérieu

Der frühere Präsident des Komitees von Ambérieu Yves Pinon (rechts) überreichte Merings Erstem Bürgermeister Hans-Dieter Kandler (links) dieses 7,5 kg schwere Werk aus Marmor von Bruno Charvet (Mitte). Es soll die unzerbrechlich gewordene Verbindung beider Gemeinden darstellen.
 
Die zweistündige Führung durch Mering hatte Bürgermeister Hans-Dieter Kandler beim Besuch in Ambérieu im September 2017 versprochen.
Mering: Gemeinde | Vor 45 Jahren vereinten sich Mering und Ambérieu. Durch die jährlichen Kontakte der Gemeinden entstanden auch neue Freundschaften unter Meringern

Fünf Jugendliche aus Ambérieu beteiligten sich erneut an der Begegnung mit Gymnasiasten. Inzwischen bestehen richtige Freundschaften, verriet Karin Rattenbacher, die das Programm zusammengestellt hatte. Sie legte Wert auf gemeinsame Aktivitäten wie ein Picknick im Stadtgraben, Klettern und Bouldern im DAV-Kletterzentrum und einen Nachmittag mit Spielen am Mandichosee. Für den Gegenbesuch im September 2019 interessieren sich bereits 15 Schüler. Was die Praktika von jährlich bis zu drei Abiturienten in Unternehmen der Partnerstadt zur Stärkung beruflicher und sprachlicher Kompetenzen betrifft, bat das Komitee von Ambérieu um die Benennung eines Ansprechpartners in Mering, der zwischen Praktikanten und Firmen verhandelt. Bürgermeister Kandler nannte den Marktbeauftragten Karl Grabler als geeignete Person. Den Vertrag über ihr Praktikum ab Januar 2019 unterschrieb Julia Brem in der Arbeitssitzung. Yves Pinon erwähnte, dass das Weingut und -museum Duboeuf im Beaujolais von April bis September eine gut bezahlte Tätigkeit für zwei Praktikanten, die Touristenführungen und Catering übernehmen würden, anbietet.

Die Reisegruppe mit 14 Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren und 41 Erwachsenen leiteten Patricia Grimal als Vertretung des Bürgermeisters Daniel Fabre und Yves Pinon in Vertretung des verhinderten Komitee-Präsidenten Yves Dalmais. Um die Schüler kümmerten sich die Lehrerinnen Karin Rattenbacher und Bianca Jarlan mit Sophie Guenin vom Jugendparlament Ambérieu. Für die Erwachsenen waren Erster Bürgermeister Hans-Dieter Kandler, Gabriele Bohne und Gabriele Huber-Litschmann verantwortlich.
„Der Friede in Europa beruht auf der langjährigen Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland. Ich bin sehr stolz, dass wir uns jährlich sehen. Herzlich willkommen in Mering“, begrüßte der Meringer Bürgermeister die französischen Gäste im Sitzungssaal der Mehrzweckhalle. Alle Aktivitäten aus den Jahren 2017 und 2018 wurden aufgezählt. Die Verantwortlichen aus Sport, Musik und Gemeinde legten die Pläne für 2019 dar und sprachen Einladungen aus.
34 Schüler der Realschule Mering waren 2017 im Collège Saint-Exupéry, vom 10 bis 17. Oktober werden die Meringer Gastfamilien wieder Schüler aus Ambérieu aufnehmen. 29 Schüler des Gymnasiums Friedberg und des Lycées trafen sich vom 1. bis 8. Dezember 2017 und vom 9. bis 17. März 2018. Vom 30. November bis 7. Dezember wird die nächste Gruppe junger Franzosen nach Friedberg anreisen, der Gegenbesuch erfolgt vom 29. März bis 5. April 2019. Zum großen Stadtfest vom 30. Juni bis 2. Juli 2017 fuhr eine Delegation des Trachtenvereins Almarausch und der Feuerwehrkapelle mit dem zweiten Bürgermeister Florian Mayer, 33 Erwachsene und 17 Schüler beteiligten sich beim offiziellen Besuch vom 29. September bis 1. Oktober. Zum Weinfest im April reisten 58 Gäste der Musikkapelle Union Musicale an. Sie laden die Meringer für ihr 140-jähriges Jubiläum im Mai 2019 ein. Die Tischtennisvereine, die seit 35 Jahren liiert sind, begegneten sich jährlich im Mai für vier Tage. Drei Mitglieder des OMC Mering waren mit Motorrädern im Juni in Ambérieu. Für Mai 2019 sprach Erich Brem eine Einladung an Tischtennisverein und Motorclub von Ambérieu aus. Im gleichen Monat plant das Jugendparlament einen Europatag in Ambérieu und lud interessierte deutsche Gruppen und Vereine zur Teilnahme ein.

Beim Tagesausflug nach Lindau bestand die Möglichkeit zu intensiven Gesprächen. Einige Franzosen haben deutsche Vorfahren wie Bernadette Baud oder die Frau des Busfahrers Emanuel Roche. Er war zum ersten Mal in Bayern. Renate Geiseler beteiligt sich seit 9 Jahren am Austausch und freute sich, die französische Partnerin Anne-Marie Berouet mit ihrem Sohn zu empfangen. „Beim ersten Mal war mein Mann alleine bei ihr. Durch die Treffen fand ich mit Maria Kamm eine neue Freundin in Mering“, verriet sie. Am Sonntagmorgen gab es einen deutsch-französischen Gottesdienst in St. Michael. Alternativ bot Bürgermeister Hans-Dieter Kandler eine zweistündige Führung durch Mering an. Zum 30. Jahrestag der Partnerschaft war die Union Musicale in Mering, um den Brunnen am Marktplatz einzuweihen. Es war ein herrlicher Tag und 1300 Liter Freibier schenkte die Gemeinde aus. Der Rundgang führte über Rathaus, Praxisklinik, Friedhof, Bahnhof durch den Badanger bis zum Schulgelände. Viele Familien nutzten das herrliche Wetter für einen Ausflug zum Oktoberfest oder für einen Spaziergang in Burgwalden oder am Mandichosee. Mit einer bayerischen Brotzeit im Gasthaus „Andechser“ feierten die französischen Gäste mit den deutschen Familien ihren letzten gemeinsamen Abend und freuten sich über drei erlebnisreiche Tage. Ein Wiedersehen gibt es im September 2019. Bei strömendem Regen, als ob der Himmel beim Abschied weinen würde, trat die Reisegruppe am Montagmorgen die Heimfahrt nach Ambérieu an.
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