Meringer Schüler lieben ihre neue Mensa

Henrike Walling (vorne), Lina Völckel (hinten links) und Luise Hartung (hinten rechts) essen täglich mittags in der neu eröffneten Mensa am Meringer Schulzentrum.
Mering: Gymnasium | 160 bis 200 Mittagessen werden in der neuen Mensa am Schulzentrum pro Tag verkauft. Die Freundinnen Henrike, Lina und Luise sind begeistert und essen täglich zu Mittag.

Kurz nach 13 Uhr bildet sich eine lange Schlange an der Essensausgabe. Schon um 13.45 Uhr beginnt für die Schüler des Gymnasiums die nächste Stunde. Gleich am Eingang haben Henrike Walling, Lina Völckel und Luise Hartung einen freien Tisch gefunden und genießen ihr Essen: heute wählten sie ein Stück Pizza, Makkaroni mit Gemüse und Putenfleisch bzw. Bratkartoffeln mit Sour Creme.

Am 29. April eröffnete die neu gebaute Kantine, die sowohl für das Gymnasium als auch für die Realschule zur Verfügung steht. Viele Schüler, die einen längeren Anfahrtsweg haben, frühstücken sogar vor dem Unterricht dort. Mittags allerdings ist die Nachfrage nach einem warmen Essen größer. Aber das junge, freundliche Team sorgt dafür, dass jeder Schüler schnell versorgt ist.

„Mir schmeckt es in unserer neuen Mensa. Ich habe außer Pizza auch schon Burger, Nudeln oder andere Speisen probiert“, verrät die 11-jährige Henrike Walling, die für das Essen ein Dauer-Abonnement hat. Abends kocht ihre Mutter manchmal noch, aber oft gibt es nur noch Brotzeit. Lina Völckel schmecken ihre Nudeln sehr gut. Sie bestellt sich das Essen jeden Tag im Internet vor und holt es sich mit ihrer Essenskarte an der Ausgabe ab. Am Ende des Monats wird der Betrag vom Konto der Eltern abgebucht, weiß sie. Ebenso macht es auch Luise Hartung. „Wenn ich es einmal vergessen habe, kann ich trotzdem noch auswählen, was ich an dem Tag mag. Es gibt immer genügend Portionen“, sagt sie. Wasser zum Trinken wollen sie sich später am Wasserspender in der Schule holen.

Außer zwei Gerichten – ein veganes und eines mit Fleisch –gibt es die „Dauerbrenner“: Ofenkartoffeln mit Sour Creme, Pizza, Chicken oder Veggie Burger und eine Pasta mit Soße. Dazu können die Schüler einen großen oder kleinen Beilagen-Salat wählen. In der Theke stehen außerdem Linsen-, Couscous- oder Pasta-Salat Verde, Obst, verschiedene Kuchen, Laugenzöpfe oder Brezen bereit. Peter Döhner und Michael Speckner sind die Geschäftsführer der „breakx.one GmbH“ aus Friedberg und wollen den Schülern eine gesunde, ausgewogene Küche ohne Geschmacksverstärker, Konservierungs- und kennzeichnungspflichtige Zusatzstoffe bieten. Sie sind jetzt für vier Schulen und einige Firmen in Friedberg im Einsatz. „Bereits um 5 Uhr fangen wir mit der Vorbereitung an“, verrät Döhner. Er ist mit dem Start des Betriebes überaus zufrieden. In der Mensa sind drei Ganztagskräfte und mittags von 12 bis 14 Uhr zwei bis drei zusätzliche Personen beschäftigt. Die Sandwiches seien heute bereits alle verkauft, sagt er. Von 7.00 bis 15.30 Uhr ist für Schüler und Lehrer geöffnet. Danach werden vom Team noch alle Tische und die Küche geputzt.

Auch Schulleiter Dr. Maisch hat der Curryduft dazu verleitet, seine Karte zu holen und ein Mittagessen zu wählen. Da er mittags als Ansprechpartner zur Verfügung stehen muss, kann er nur gelegentlich in die Mensa gehen. „Wir haben hier eine gemütliche Atmosphäre für die Schüler geschaffen und sie nehmen das Angebot, sich mit Gleichaltrigen zu treffen gerne an“, erläutert er. Außer den Reihen mit Tischen und Bänken, die mit olivgrünen Polstern bedeckt sind, gibt es auch einen höheren Barbereich und eine Ecke mit runden Tischen und freischwingenden Stühlen. Die Farbe Grün wurde extra gewählt, weil die Realschule blau, das Gymnasium gelb ist und es sich um eine Mischung dieser beiden Farben handelt, weiß Andreas Pimpl. Der Leiter der Realschule Mering isst täglich in der Mensa. Er ist mit der Qualität und Auswahl der Speisen sehr zufrieden. „Die offene Ganztagsklasse kommt geschlossen her, außerdem einzelne Schüler vor dem Wahlunterricht oder solche, die zu Hause kein Mittagessen bekommen. Vor Prüfungen decken sich manche auch mit dem nötigen Essen dort ein“, erzählt er.

Die Kosten des Mensabaus am Schulzentrum betrugen 4,25 Millionen Euro, allein die Kücheneinrichtung und Speiseraummöblierung belief sich auf 330.000 Euro. Im Februar 2017 hatte es aufgrund der geplanten Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium einen Baustopp gegeben und die Mensa musste größer gebaut werden. Dies führte zu Mehrkosten von 3,5 Millionen Euro (eine Steigerung von 17 Prozent), die Landrat Klaus Metzger vom Freistaat Bayern zurückfordern möchte. Die Kosten pro Schülerplatz liegen bei 38 877 Euro. Trotz Mensa findet der Pausenverkauf am Vormittag in beiden Schulen weiterhin statt.
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