Schmetterlinge und Blumenelfen, aber auch Cowboys und Römer beteiligen sich beim 27. Meringer Faschingsumzug

Große Schmetterlinge waren eine Augenweide für die vielen Besucher des Meringer Faschingsumzugs.
 
Bunte Blumenelfen faszinierten die Zuschauer.
Mering: Marktplatz | Mit dem „Saustall im Bundestag“ und dem U-Boot auf der Suche nach der abgesoffenen Jamaika-Koalition waren auch bundespolitische Themen dabei.

Mehr als 10.000 Besucher - wie Lach Moro-Vorsitzender Benjamin Gottwald sagte- kamen nach Mering, um den Faschingsumzug mit 60 fantasievollen Wagen und Fußgruppen mitzuerleben. Viele Zuschauer ließen den Tag  mit Freunden oder der Familie im Zelt am Marktplatz ausklingen. Für die Sicherheit der Zuschauer sorgten die Friedberger Polizei, Sicherheitswachleute und Security-Personal.

Die Freundinnen Annalena, Helena und Charlotta, die sich als Maus, Tiger und Einhorn verkleidet hatten, besuchen bereits seit früher Kindheit an den Faschingsumzug in Mering. Bereits um halb 2 Uhr trafen sie sich, um einen guten Platz zu finden. „Danach wollen wir noch im Zelt weiterfeiern“, verrieten die 16 und 17-jährigen Schülerinnen noch. Auch Familie Steinhart aus Hörmannsberg kommt seit 38 Jahren am Faschingssonntag in die Marktgemeinde, weil sie die Musik und Stimmung liebt. Zum ersten Mal war Carolin Bitterer aus Augsburg hier, um ihre Nichte beim Umzug mitlaufen zu sehen. Jedes Mal kommen Hanna Maier, ihre Schwester und Freundin, die sich als „Krokodil Schnappi“ kostümierten, mit Eltern, Onkel und Tante aus Merching zum Umzug.

Der große Gaudiwurm begann mit afrikanischen Massai-Frauen, denen thailändische Frauen des Kulturvereins Siam mit bunten venezianischen Masken und Haarschmuck aus Blumen und Schmetterlingen folgten. „Mia san international“ grüßten Mitglieder des Internationalen Kulturverein IKM unter Leitung von Maureen Lermer, bevor sich die Rakete „Michel 2“ auf die Suche nach bezahlbarem Meringer Wohnraum begab. „Grünes Gras statt Flächenfraß“ forderten die Lechrehe und Hasen und zeigten mit großen Fotos von Politikern, die sich für das umstrittene Projekt aussprachen, ihren Unmut gegen die Osttangente. Aufwendig gestaltet waren die riesigen Bauwägen aus Scheuring, Egling, Kissing, Prittriching, Reifersbrunn, Merching und Weil. Außerirdische grüßten von der „geilsten Galaxie Egling“, Cowboys und –girls feierten auf dem zweistöckigen Reifersbrunner Saloon. „Neue Schweine sind gewählt, die Regierung aber fehlt“ hieß es beim Burschenverein Hattenhofen, auf dem sich viele Schweine tummelten. Auf die Suche nach der abgesoffenen Jamaika-Koalition machten sich Offiziere mit ihrem U-Boot U-96. „Wir wollen nie erwachsen werden“, schallte es vom Wagen der Landjugend Burching mit dem großen Drachen Tabaluga an der Spitze und einem Schneemann am Ende, von dem die Teilnehmer als Pinguine und Bienen winkten. In die Zeit der alten Römer entführte das Kolosseum der Landjugend Weil. Die Klimaveränderung auf der Antarktis mit dem Spruch „Jetzt taut’s“ zeigten die Scheuringer als Eisbären und Eskimos, auf deren Wagen ein riesiger Eisberg und ein Eisbär prangten. Als blaugekleidete Skifahrer „Calgary 88“ nahm der SV Mering mit seinem großen Olympia-Fahrzeug teil.
„Die Erde und vier Jahreszeiten gehen kaputt, drum feiern wir die fünfte wie verruckt“ vermittelten vier Frauen, die als rosa, rote, braune und weiße Blumen der Jahreszeiten durch die Straße zogen, angeführt von einer Erdkugeldame und Till Eulenspiegel. Pinkfarbene Fußballfrauen, rot-schwarze Ramazottis, aber auch „Die Schöne und das Biest“ waren eine gelungene Abwechslung zu den lauten und qualmenden Wägen. Das Meringer Faschingskomitee Lach Moro, das den Umzug zum 27. Mal durchführte, nahm mit seinen Garden und dem Narrenschiff „MS Sabrina“ teil, auf dem auch die zwei Bürgermeister, Gemeinderäte und Pfarrer Thomas Schwartz mitfahren durften.
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