Wasserwacht Mering feiert ihr 60-jähriges Bestehen

Das Haus der Wasserwacht Mering ist durch das Rote Kreuz und den großen Schriftzug von weitem erkennbar. Vorsitzender der Wasserwacht ist Markus Motzke (dritter von rechts), zu den 28 aktiven Mitgliedern am Mandichosee zählen Helmut Barthel (links), Martin Moser (zweiter von links) sowie Maximilian und Tanja May (rechts).
Mering: Wasserwacht | Im Jahr 1979 entstand das feste Heim der Meringer Wasserwacht an der Lechstaustufe 23. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen halten fünf ehrenamtliche Helfer für akute Notfälle Bereitschaft.

Am 7. Juli 2018 feierte die Wasserwacht Mering in ihrem Heim am Südufer des Mandichosee den 60. Geburtstag. Am 15. September wird dort die nächste Fortbildung für Ausbilder im Sanitätsdienst stattfinden. Vor 39 Jahren bekam die Unterabteilung des BRK-Kreisverbandes Aichach-Friedberg (BRK steht für Bayerisches Rotes Kreuz) ihre feste Wachstation an einem der größten Gewässer für Segler, Surfer und Schwimmer im südlichen Landkreis Aichach-Friedberg.

Markus Motzke, Vorsitzender der Meringer Wasserwacht erinnert sich zurück: „Anfangs hatten wir ein Zelt und mussten alle Materalien täglich nach Hause mitnehmen. Danach hatten wir immerhin ein Kunststoff-Iglu, das wir absperren konnten.“ Gleichzeitig mit der von Architekt Wolfgang Rockelmann geplanten Wachstation entstand der Kiosk direkt daneben, der im Sommer täglich von 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit bewirtschaftet ist. Pächter Thomas Marzano bietet den Besuchern Getränke jeder Art, warme und kalte Speisen, Kaffee und Kuchen und Eis an. 28 aktive Mitglieder der Wasserwacht Mering halten samstags von 13 bis 19 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 19 Uhr am südlichen Ufer des Mandichosees im Wechsel Bereitschaftsdienst für Notfälle im und am Wasser. Sie kümmern sich um Schwimmer, Segler, Surfer, die in akuter Gefahr des Ertrinkens sind oder deren Masten bzw. Ruder gebrochen sind, gestürzte Radfahrer, Besucher mit Schürf-/ Schnittverletzungen oder Insektenstichen. Bei Verkehrsunfällen in der Nähe, bei Schlangenbissen am Lech sowie bei Fahrradpannen sind sie ebenfalls als Helfer gefragt. „Sechs Menschen - darunter drei Kinder und drei Erwachsene - konnten wir in den 39 Jahren hier am See bereits retten. Heute hatten wir einen Besucher mit einem Insektenstich im Rachenraum“, erzählt Markus Motzke. Außerdem finden im Haus die Schulungsmaßnahmen für Mitglieder statt: Ausbildungen für Fließwasserretter, Wasserretter, Taucher, Bootsführer, Erste Hilfe-Kurse oder auch das Zeltlager der Wasserwachtjugend des Landkreises Aichach-Friedberg.

Daneben gibt es zahlreiche Arbeitsaktionen: Holz für den Winter bereitstellen, den Steg im Oktober aus- bzw. im April wieder einbauen. Das Heim verfügt über mehrere Räume: im Erdgeschoss beim Eingang steht ein großer Tisch mit Stühlen für die kälteren Tage sowie der Computer, an dem der Einsatzplan, die Ergebnis- und Einsatzprotokolle geschrieben werden und die Funkgeräte. An den Wänden hängen Zeitungsberichte über wichtige Einsätze sowie die Fotos verstorbener Mitglieder. Dahinter liegt der Behandlungsraum, in dem sich auch die Anzüge und die Requisiten wie Taucherbrillen, Flossen und Notfallrucksäcke für die Wasserretter befinden. Außerdem gibt es im Gang links ein Getränkelager, Umkleideräume, eine Dusche, eine Küche und je eine Toilette für Damen und Herren. Über eine Wendeltreppe erreicht man das Dachgeschoss mit dem Ausbildungsraum und einem Schlafraum mit drei Betten für Mitglieder. „Der Ausbau des Daches sowie eine notwendige Renovierung erfolgte in Eigenleistung, auch ein Ofen wurde zusätzlich zu den Nachtspeicheröfen noch später eingebaut“, erzählt langjähriges Mitglied Helmut Barthel.
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