Bürger übergeben Petition gegen die Ansiedlung des Großlogistikers Honold in Mering

Wann? 24.04.2018 17:00 Uhr

Wo? Sitzungssaal, Luitpoldstraße 6, 86415 Mering DEauf Karte anzeigen
Mering: Sitzungssaal |

Widerstand gegen die Ansiedlung von Honold nach wie vor berechtigt

Auch nach Rückzug der Firma KUKA halten sowohl die Firma Honold Logistik  als auch  Bürgermeister Hans-Dieter Kandler an dem Vorhaben fest, im neuen Gewerbegebiet bei Mering St. Afra ein Logistikzentrum des international tätigen Großlogistikers anzusiedeln. Der entsprechende Entwurf des Bebauungsplans, der die Errichtung von 3 großen Hallen mit einer Höhe von 15 Metern und einer Gesamtlänge von 260 Meter vorsieht, hat nach wie vor Bestand. Erweiterungen nach Westen in Richtung Lech wurden ebenfalls bereits angekündigt. Aus diesen Gründen bleibt die Petition weiterhin aktuell.

Die Petition wurde vom Aktionsbündnis Keine Osttangente (AKO) unter Unterstützung von Bündnis 90/Die Grünen auf den Weg gebracht und mehr als 1000 Menschen haben die Petition unterstützt. Nach Ansicht des Sprechers des Aktionsbündnisses, Wolfhard von Thienen, ist das ein großer Erfolg, insbesondere da man aus Kapazitätsgründen keine Unterschriftensammlungen auf Straßen und öffentlichen Plätzen durchgeführt hat sondern hauptsächlich im Internet gesammelt hat.

Das Aktionsbündnis lädt alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, bei der Übergabe der Petition an den Marktgemeinderat und an die Firma Honold am Dienstag, den 24.4.2018 dabei zu sein.

Das Aktionsbündnis betont, dass aktuell entlang der geplanten Osttangente eine ganze Reihe großer Industrie- und Gewerbegebiete im Lechfeld geplant werden. Diese Entwicklung würde das Lechfeld und die Heimat vieler der dort lebenden Menschen nachhaltig negativ beeinflussen. Das Bündnis ist der Meinung, dass anstelle der Ansiedlung eines Großlogistikers, eine kleinstrukturierte Gewerbeentwicklung mit Augenmaß weniger massiv in Orts- und Landschaftsbild und in den Naturhaushalt eingreifen würde und weniger Belastungen für die Bewohner Merings bedeuten würde. Hierfür sollte ein Projektentwickler beauftragt werden, der das Gebiet für kleine, innovative Firmen und Start-Ups z.B. aus den Bereichen Informationstechnik, Softwareentwicklung oder Medizintechnik und ganz besonders auch für Meringer Betriebe entwickelt. Dadurch ließe sich das Gewerbegebiet städteplanerisch deutlich besser in Orts- und Landschaftsbild integrieren und würde wesentlich mehr Gewerbesteuereinnahmen generieren. Man verstehe nicht, warum Mering seinen wertvollsten Grund, mitten im Speckgürtel des Hochtechnologiestandortes München in unmittelbarer Nähe eines Bahnhofes unter Wert verkaufen sollte. Auch widerspreche das Vorhaben den im integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) definierten Leitlinien und Zielen, die ausdrücklich auf kleine, innovative Firmen und auf Gewerbeentwicklung „mit Augenmaß“ abzielen und Mering als attraktiven Wohnort mit Nähe zu Natur und Naherholungsgebieten entwickeln möchten. Diese Ziele und Leitlinien wurden unter großer Bürgerbeteiligung entwickelt. Nach Meinung des Bündnisses sollte unter großem Zeitdruck und Geheimhaltung und abweichend von ISEK die Ansiedlung von Honold durchgedrückt werden. Dadurch sei viel Vertrauen verspielt worden und man hoffe jetzt, nachdem sich KUKA zurückgezogen hat, dass Bürgermeister und Marktgemeinderat die Gelegenheit ergreifen und sich auf eine andere Art der Gewerbeentwicklung einlassen.
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