Die Gemeinde Mering soll beim Klimaschutz ein Vorbild sein

Petra von Thienen ist seit 2014 Marktgemeinderätin. Bei der Kommunalwahl 2020 tritt sie als Bürgermeisterkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen in Mering an.
Mering: Gemeinde | Petra von Thienen kandidiert für Bündnis 90/Die Grünen als Bürgermeisterkandidatin. Sie steht für Transparenz, Bürgerbeteiligung und möchte den Innenort attraktiver gestalten.

Bereits als Studentin engagierte sich Petra von Thienen bei „Amnesty International“, der weltweiten Menschenrechtsorganisation, um gegen Ungerechtigkeiten anzukämpfen. In Mering war sie Mitbegründerin des Kinderhauses Mering und arbeitete fünf Jahre im Vorstand. Kurz danach war sie auch bei der Gründung des Vereins "Kinder- und jugendfreundliches Mering" involviert und im Vorstand tätig. Als Mitglied der Grünen übte sie von 2009 bis 2014 das Amt der Ortssprecherin aus, bevor sie vor fünf Jahren in den Marktgemeinderat gewählt wurde. Im Frühjahr 2020 wird sie als Bürgermeisterkandidatin in Mering antreten.

Die 56-jährige Mutter zweier erwachsener Kinder wurde in Herrsching geboren und wuchs in Tutzing auf. Sie studierte in München Biologie und arbeitet als Marketing-Managerin im IT-Bereich bei Fujitsu, leitet ein Team und Projekte. „Eine Bürgermeisterin muss vor allem eine gute Managerin, offen für alle sein und vermitteln können“, sagt sie und sieht sich durch ihre beruflichen Erfahrungen sehr gut für dieses Amt qualifiziert.

Sehr wichtig ist für Petra von Thienen Transparenz auf allen Ebenen. Sie ist der Meinung, dass nicht nur die Marktgemeinderäte, sondern auch die Bürger umfassend über öffentliche Tagesordnungspunkte informiert werden sollten. Außerdem befürwortet sie eine Bürgerbeteiligung bei größeren Projekten. Beim Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) hätten motivierte Bürger und Vertreter aus Organisationen und Vereinen gute Ideen eingebracht, berichtet sie. Bei der Innerortsgestaltung möchte sie für mehr Attraktivität und eine bessere Aufenthaltsqualität sorgen, damit sich alle Generationen dort wohlfühlen können. „Die Menschen sollen wieder gerne ins Ortszentrum kommen und bei den Geschäften einkaufen“, verrät sie. Damit der Ort nicht aussterbe, sei außerdem sehr wichtig, leerstehende Geschäfte wieder zu besetzen. Mering wachse zwar, aber entwickele sich wenig, so Petra von Thienen. Was den Klima- und Naturschutz betrifft, sollte die Marktgemeinde mit gutem Beispiel vorangehen und das Label „Fair Trade Town“ anstreben. Das heißt unter anderem, dass ein Teil der Geschäfte faire, nachhaltige Produkte anbietet und die Gemeinde hier ebenfalls eine Vorbildfunktion einnimmt. Gemeindliche Grünflächen sollten insektenfreundlicher, d. h. mit Blühstreifen gestaltet werden. „Ich bin auf jeden Fall dagegen, dass das Gewerbegebiet West weiter nach Westen ins schützenswerte Lechfeld hinein erweitert wird“, sagt die grüne Bürgermeisterkandidatin. Ein ganz wichtiger Punkt ihres Programmes sei auch die Kinderbetreuung. Die neue Einrichtung eines Waldkindergartens, für den die evangelische Kirchengemeinde ein Grundstück sucht, unterstützt sie.

In ihrer Freizeit ist Petra von Thienen gerne in der Natur unterwegs: sie wandert in den Bergen, fährt gerne mit dem Mountainbike, singt im Liederkranz Mering mit und spielt Klavier. Ihren Urlaub verbringt sie mit ihrem Mann Wolfhard ebenfalls gerne auf dem Fahrrad. So haben sie bereits Alpenüberquerungen gemacht und die Pyrenäen durchquert.

„Ich setze auf Teamerfolge, nicht das Ich, sondern das Wir zählt für mich“, sagte Petra von Thienen am Schluss des Interviews.
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