Merings Bürgermeister erklärt seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur

Erster Bürgermeister Hans-Dieter Kandler erklärte nach seinem Tätigkeitsbericht, dass er 2020 für die Wahl des Bürgermeisters nicht mehr kandidieren werde.
Mering: Mehrzweckhalle | Hans-Dieter Kandler berichtete vom Gespräch mit dem bayerischen Innenminister bezüglich des Meringer Ankerzentrums. Es gibt einige Zugeständnisse.

Bevor Erster Bürgermeister Hans-Dieter Kandler seinen Tätigkeitsbericht vortrug, berichtete von dem Gespräch, das er mit Landrat Klaus Metzger und dem Landtagsabgeordneten PeterTomaschko bei Innenminister Joachim Herrmann geführt hatte. Folgende Verbesserungen konnten erreicht werden: Der Eingang wird auf die Ostseite des Gebäudes verlegt, es soll eine verstärkte Polizeipräsenz vor Ort geben, die Anlage wird nicht vollbelegt und es sollen nur türkische Familien, die vor Präsident Erdogan flüchten und Mering bald wieder verlassen, untergebracht werden. Die leerstehenden Wohnungen in Mering sollen an einheimische Wohnungssuchende vergeben werden.

Kandler berichtete von der Erledigung der Anliegen aus der letzten Bürgerversammlung: Die Vorfahrtsregelung in der Lechstraße wurde unter anderem neu geregelt, vier zusätzliche Sitz- und Ruhebänke wurden verwirklicht.

Was die Finanzlage betrifft, stiegen die Einnahmen durch Gewerbe- und Einkommenssteuer auf 3,3 Mio. bzw. 10,5 Mio. Euro. Davon musste eine Umlage von 1,2 bzw. 7 Mio. entrichtet werden. Es konnte eine Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 2,5 Mio. erwirtschaftet werden. Für den Gewerbepark Mering West musste ein Kredit über 3 Mio. bis Ende 2020 aufgenommen werden. Bis dahin sollen die Grundstücke veräußert sein. 2019 begann gut: die Schlüsselzuweisung für finanzschwache Gemeinden stieg auf 3,3 Mio. Euro.

2018 war mit 17 Sitzungen ein für den Marktgemeinderat arbeitsreiches Jahr, wichtige in die Zukunft gerichtete Entscheidungen wurden getroffen. Statt der Vision 2025 ist ein Rathaus mit Tiefgarage geplant. Im alten Gebäude fehlt Barrierefreiheit, Brandschutz und der Zuschnitt der Büros ist zu knapp. Die Schlossmühle sei vom Eigentümer, ohne die Gemeinde nochmals zu fragen, zu einem geringeren Preis als bei den Verhandlungen vor zwei Jahren veräußert worden. Heimatmuseum, Jugendzentrum und Neues Theater sollen verbleiben, die Gemeinde wartet noch auf den Mietvertragsentwurf mit moderaten Preisen, der für Ende Januar versprochen war. Aufgrund der Sperrung des Papst-Johannes-Hauses gibt es für die Volkshochschule kein Quartier mehr, für Vorschläge ist der Bürgermeister dankbar. Der Markt Mering ist alleiniger Eigentümer des Gewerbeparks Mering West, noch in diesem Jahr sollen 50 Prozent der Fläche veräußert werden, wobei ein Mix an kleineren und größeren Grundstücken vorgesehen ist. Viele weitere Bebauungspläne wurden behandelt, allerdings waren nicht alle erfolgreich oder sind noch nicht abgeschlossen.

Was Investitionen betrifft, wurde die Meringerzeller Straße fertiggestellt. Ärgerlich sei, dass Vorauszahlungen vor dem 1.1.2018 nicht zurückbezahlt werden dürfen, ansonsten würde sich der Markt Mering strafbar machen, so Kandler. Er habe sich erneut an den Landtagsabgeordneten Peter Tomaschko gewandt und hoffe auf eine fundierte Antwort. Der Neubau von Paarangerweg und Ahornstraße sowie Luitpoldshöhstraße sind fertiggestellt. 2020 sollen Horte neu gebaut werden, die „Alte Burg“ in der Klostergasse für 4 Gruppen und ein weiterer in der Ambérieustraße auf dem Bolzplatz für 4 bis 5 Gruppen. Die Planungsaufträge seien an kompetente, leistungsfähige Büros aus dem süddeutschen Raum vergeben. Bezüglich des Sportheims warte die Gemeinde noch auf die Baugenehmigung, die Ambérieustraße werde in eine Einbahnstraße mit Eltern-Taxi-Zone und Bussteigen umgewandelt. Die Meringer Tafel bekam ein dauerhaftes Quartier. Viele kulturelle Ereignisse prägten das vergangene Jahr: 60 Jahre Wasserwacht, Spieletage, deutsch-französisches Weinfest, IKM-Festival und erstes Meringer Kochbuch, Elfmeterturnier von Inter Trempes. Hans-Dieter Kandler dankte der Bücherei für die Möglichkeit von Veranstaltungen und Franz Knittel für die Überlassung seines umfangreichen Archivs. Die Beiträge für die „Chronik 1000 Jahre Mering“ würden derzeit von ehrenamtlichen Autoren abgeliefert. Die Erstellung des Buches sei an den Context-Verlag in Augsburg übergeben.

Fragen der Bürger betrafen die geplante Straße von Meringerzell nach Baierberg, die Bahnbrücke auf dem Freizeitgelände am Badanger, Probleme in der Bürgermeister- Heinrich-Straße und den Verkauf der Schlossmühle. Zuletzt gab Hans-Dieter Kandler bekannt, dass er 2020 nicht mehr kandidieren werde. Es sei die Zeit für einen Generationenwechsel gekommen, aber auch persönliche familiäre Gründe lägen vor.
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