Neujahrsempfang in Muhr am See

Gleich viermal konnte Bürgermeister Dieter Rampe (ganz links) die Bürgermedaille in Bronze verleihen: Wolfgang Bickel, Günther Schön, Herbert Michl und Georg Heining (von links).
Muhr am See: AIZ |

Mit einem musikalischen "Salut a Muhr" der beiden Künstlerinnen Anne-Kathrein Jordan (Flügel) und Christiane Starke (Cello) begann und endete der diesjährige Neujahrsempfang im Altmühlsee-Informationszentrum.

Neben mehreren Ehrungen freute sich Bürgermeister Dieter Rampe auch, an die nun bereits wieder 20 Jahre dauernde verwaltungsmäßige Selbstständigkeit der Gemeinde erinnern zu können, welche auch ein großer Verdienst des damaligen Bürgermeisters Roland Fitzner nebst Gemeinderat war.
Allerdings gibt es ausreichend Anlass, über die Zukunft der Kommunen nachzudenken: Der rasche Wandel in Wissenschaft und Technik, Arbeits- und Lebenswelten sind die Kennzeichen unserer Gegenwart. Auch wenn der Gemeinde-Haushalt aktuell relativ ausgeglichen dasteht, kann sich dies durch den eventuellen Wegfall der Straßenausbaubeiträge, mit dem 2/3 der bayerischen Gemeinden ihre Straßen sanieren konnten, auch wieder ändern. In Bezug auf die Frage nach mehr Wohnraum konnte Rampe positiv den Verkauf von neun Grundstücken und den Bau von insgesamt 42 Wohneinheiten erwähnen.  

Gemeinde als stabiler Lebensraum

Modernisierung verlange den Menschen einiges ab, so Rampe. Umso wichtiger, wenn man auf der Gegenseite einen stabilen Pol habe – sei es das private Umfeld, oder eben die Gemeinde. Diese sie heute gefragt, die Bürger mit einzubeziehen – dank Internet ein Leichtes – und zur Interaktion und Verantwortung zu bewegen. So entstehe eine Heimat- und Ortsverbundenheit, aber nicht ohne Blick nach außen: global denken und lokal handeln. Mit dem Ziel, die Gemeinde attraktiv zu erhalten, indem Handlungsspielräume beibehalten und den kommenden Herausforderungen innovativ begegnet werden, wünschte der Bürgermeister allen ein frohes Jahr mit viel Gesundheit und Erfolg bevor es an die Ehrungen ging: Die Kegler Veronika und Ludwig Hofmeier sowie Friedrich Rößler wurden für mehrere erste Plätze in Fränkischen aber auch Deutschen Meisterschaften geehrt. Für ihre besonderen Dienste für die Gemeinde wurde Georg Heining, Herbert Michl, Günther Schön und Wolfgang Bickel die Bürgermedaille in Bronze verliehen.

Abschied

Nach 18 Jahren als Biologin verabschiedete sich Heidrun Albrecht aus privaten Gründen vom LBV und von Muhr und dankte für die große Wertschätzung, die sie erfahren habe, und die außerordentlich gute Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und den Bürgern. Sehr glücklich sei sie allerdings, dass in ihrer langjährigen Kollegin Martina Widuch eine würdige Nachfolgerin gefunden worden sei.

Das Siebenergeheimnis

Zuletzt wurde der knapp 23-jährige Tobias Lutz als Feldgeschworener oder "Siebener" vereidigt. Als "Hüter der Grenzen" wirken diese in Bayern bei der Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen mit. Die Besonderheit ist das "Siebenergeheimnis": Mit geheimen Zeichen und Markierung kennzeichnen sie den Punkt des zu setzenden Grenzsteines. Zeichen, die von Kommune zu Kommune unterschiedlich sind, und nur mündlich an die jeweiligen Nachfolger weitergegeben werden. (jf)
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