Begabte Justus-KünstlerInnen stellen in der Kreissparkasse Augsburg Fotografie und Malerei auf hohem künstlerischem Niveau aus.

Marina Vuckovic_ Bildzitat, fotografische Reinszenierung_Porträt Olga Picasso (Foto: Marina Vuckovic)
 
Anuschka Kretzler_Ich-früher. fotorealistische Malerei in Acryl (Foto: Anuschka Kretzler)

Dank der sehr gut gelingenden Kooperation zwischen der Kreissparkasse Augsburg und dem Justus-von-Liebig-Gymnasium Neusäß

darf nun das Additum Kunst im neu gestalteten, repräsentativen Vestibül der Kreissparkasse äußerst bemerkenswerte Malereien und Fotografien unter dem Leitmotiv "Macht Digitalisierung einsam?" ausstellen.

Gleich zu Beginn gilt der große Dank drei federführenden Männern der Kreissparkasse, Herrn Walter Kleber, Herrn Robert Schmidberger und Herrn Matthias Übelhack, sowie der gesamten Kreissparkasse Augsburg.

Um die komplexe Ausstellungsidee vorab zu durchleuchten, gilt es, die drei präsentierten Werkgruppen zu reflektieren.

HISTORY PORTRAITS:
Das Bildzitat gilt als zeitgenössische Gestaltungsmethode der Rekonstruktion von Bildwirklichkeit, als Referenz auf „wesentliche“ Kunstgeschichte realistischer Tendenzen der Malerei, die durch Neuinterpretation und Nachstellung hautnah, am eigenen Körper, erfahren wird.
Ob Rembrandt, Picasso, Bacon, Michelangelo oder C. D. Friedrich, Malerei aus unterschiedlichsten Epochen werden in Fotografie reinszeniert und übersetzt.
Die Arbeiten wirken destabilisierend, da Original und Kopie nicht deckungsgleich sind.

ICH - FRÜHER:
Dieser scheinbar diametrale Werkzyklus zu den history portraits ist die Umkehrung der Befragung von Identität. Die Künstlerinnen befinden sich in einem lang andauernden Malprozess, der hohe Disziplin, Ausdauer und Konsequenz abverlangt, auf dem Weg der Selbstvergewisserung, der neuformulierten Identität heute und einer früheren.
Wer war ich, wer bin ich heute? Ist das Kinderbild, das kein Kunstbild ist, wirklich, wie funktioniert Erinnerung an die eigene Kindheit?
Das Kinderfoto ist Anlass malerischer (Selbst-) Findung.

MACHT DIGITALISIERUNG EINSAM?
„Die Menschen starren idiotisch in ihre Smartphones“, so Peter Sloterdijk in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen (Nr. 277, 2. Dezember 2017).
Auch junge Menschen befürchten in kritischer (Selbst-) Reflexion im Angesicht multinationaler Konzerne und letztlich eigener Unzulänglichkeit und Lethargie „eine Vereinheitlichung der Denk-, Arbeits- und Schreibverhältnisse.“ (Zitat des obig genannten Philosophen, aus AZ Nr. 277, 2. Dezember 2017).
In Malerei, Zeichnung, Fotografie, Skulptur, Installation, Screenshots und Aktionen werden kritische Fragen zur sozialen Isolation, Vereinsamung und Sprachlosigkeit im Spiegel kommunikativen Overloads gestellt.

Vanessa Ahnert, Angelika Balde, Melina Bauer, Julian Geerlings, Alexander Holzapfel (Kurator und Kunstlehrer), Lisa Holzhauser, Andrea Juric, Alexandra Kloos, Anuschka Kretzler, Sandra Lichtenstern, Le Phuong Nhi Phan, Juliana Rieder, Franziska Ruf, Lisa-Marie Schupp, Ines Spielhaupter, Marina Vuckovic, Elaria Vuksanovic sind nun ab kommendem Dienstag, den 2. April,  in der Kreissparkasse Augsburg zu sehen.

Ausstellungsdauer: 2. April bis 3. Mai 2019 in der Zentrale der Kreissparkasse am Martin-Luther-Platz in Augsburg

Während der Öffnungszeiten: Montag bis Freitag durchgehend, jeweils von 9:00 bis 16:00 Uhr

Herzliche Einladung!

Alexander Holzapfel
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.