Die Hagebutte: Heimische Kraftspenderin

Wenn es um gesunde Lebensmittel geht, führen meist exotische Lebensmittel wie Ginseng, Gojibeeren oder Spirulina die Listen der Superfoods an. Dass es jedoch auch heimische Lebensmittel gibt, die nicht nur kostengünstiger, sondern genauso gesund sind wie die Exoten, beweist die Hagebutte.
Im Herbst sieht man sie an fast jeder Ecke rot aufblitzen, und doch kann sie in der heimischen Natur schnell untergehen. Als Frucht der Heckenrose oder auch als "Männlein im Walde mit seinem purpurnen Mäntelein" (Kinderlied) ist sie bekannt. An ihren Anblick ist man schon seit Kindheitstagen gewöhnt, und die meisten kennen die Hagebutte wahrscheinlich eher als Quelle für fieses selbstgemachtes Juckpulver. Dass es sich bei der dicken roten Frucht jedoch um eine echte Vitaminbombe handelt, die zudem äußerst schmackhaft ist, das ist vielleicht weniger bekannt.

Herbstzeit ist Hagebuttenzeit

Gerade in der Erkältungszeit kann die Hagebutte mit ihren Vorzügen auftrumpfen. Im Oktober wachsen die roten Früchte in vielen Gärten, aber auch wild, und verleihen der Landschaft ein typisch herbstliches Aussehen. Bis in den Winter hinein leuchten sie in gelb, orange bis tiefrot und braun aus den Hecken und Sträuchern hervor. Die roten Früchte sind nicht giftig, sie können auch roh verzehrt werden. Doch es empfiehlt sich, dies nicht zu tun - roh schmeckt die Hagebutte sehr sauer, außerdem sind die großen Kerne und die drumherum angesiedelten Haare nicht gerade appetitlich. Um sie genießen zu können, sollte man die Hagebutten trocknen lassen und nur die Schale und das Fruchtfleisch verzehren. Oder man verarbeitet die einzelnen Bestandteile weiter zu Tee, Marmelade oder Mark.

Gesund bleiben mit der Hagebutte

Die Hagebutte ist ein echter Mineralstoff- und Vitaminspeicher. Schon bevor man in hiesigen Breitengraden etwas von Zitrusfrüchten hörte, versorgte sie die Menschen mit wertvollem Vitamin C. Bereits mit drei frischen Hagebutten ist der tägliche Bedarf an diesem Vitamin gedeckt; acht Schalen dieser roten Früchte enthalten mehr Vitamin C als fünf Orangen.
Die verschiedenen Bestandteile der Hagebutte reinigen das Blut, kräftigen das Herz und wecken die Lebensgeister. So hilft der Verzehr von Produkten aus Hagebutte wie Tee, Marmelade oder Mark dabei, auch im Winter fit, fröhlich und gesund zu bleiben und der typischen Frühlingsmüdigkeit vorzubeugen. Auch der Darm und die Nieren profitieren vom Verzehr der Wildrosenfrucht, denn sie fördert sanft den Stuhlgang und wirkt leicht entwässernd.

Erkältung adé

Selbst wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen und die Erkältung da ist, kann die Hagebutte Abhilfe verschaffen. Durch ihre vielen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe kann sie nämlich Erkältungskrankheiten lindern und Fieber senken.
In der Hagebutte steckt sogar noch mehr: Auch Harnwegserkrankungen, Harnsteine und rheumatische Beschwerden werden durch Tee aus den vorher enthaarten Kernen gelindert. Dieser Tee kann auch gegen Zahnfleischbluten als Mundspülung verwendet werden und wirkt vorbeugend gegen Paradontose.
Die regelmäßige Aufnahme von Hagebutten in den Speiseplan ist somit vor allem eine optimale Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit, wenn der Körper besonders viel Kraft und ein starkes Immunsystem benötigt.

Quelle: www.hagebutte.org
1
Einem Autor gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.