Pfeilschütze von Nordendorf ins BKH eingeliefert: Staatsanwaltschaft geht von verminderter Schuldfähigkeit aus

In diesem Haus wohnte der 34-jährige Schütze. Die beiden Opfer befanden sich vor dem Anwesen, als der Mann mit Pfeilen auf sie schoss. (Foto: Kristin Deibl)

Der mutmaßliche Schütze ist nun von der Justizvollzugsanstalt in ein Bezirkskrankenhaus verlegt worden. 

Mit Pfeilen schoss ein Mann Ende August in Nordendorf auf zwei Passanten und verletzte diese schwer. Nun teilt die Staatsanwaltschaft Augsburg mit, dass der mutmaßliche Schütze einstweilig im BKH untergebracht wurde.
 
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft habe ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Augsburg den Haftbefehl gegen den 34-jährigen Beschuldigten durch einen einstweiligen Unterbringungsbefehl wegen versuchten Mordes in zwei Fällen und gefährlicher Körperverletzung ersetzt.

"Die bisherigen Ermittlungsergebnisse und eine vorläufige gutachterliche Stellungnahme zur Schuldfähigkeit begründen die dringende Annahme, dass der Beschuldigte die Tat jedenfalls im Zustand der verminderten Schuldfähigkeit begangen hat, er für die Allgemeinheit gefährlich ist und in einer Hauptverhandlung die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet werden wird", erläutert die Staatsanwaltschaft.
 
Der Beschuldigte sei daher nun von der Justizvollzugsanstalt in ein Bezirkskrankenhaus verlegt worden. Die Ermittlungen gehen weiter. (pm)
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