Fiegl investiert in die Umwelt und in die Zukunft

Mit rund 30 Metern Höhe ist die hochmoderne Asphaltmischanlage kaum zu übersehen.
 
Im linken Bereich befindet sich die neue Entstaubung.
Pleinfeld: Fiegl GmbH & Co. KG |

Das gut 117 Jahre inhabergeführte Unternehmen befindet sich sowohl familiär als auch technisch bereits in der 3. Generation.

Idyllisch zwischen Pleinfeld und Mackenmühle gelegen, erstreckt sich das Areal der Fiegl GmbH & Co. KG, kompetenter Partner im Bereich Straßen- und Tiefbau. Das Leistungsspektrum beinhaltet Kanal- und Straßenbauarbeiten für öffentliche und private Auftraggeber. Während Sie das lesen, fahren Sie die Strecke wahrscheinlich gerade in Gedanken ab – ja, genau hier, hinter dem an ein Aquädukt der Römer erinnernden Bahnübergang, befindet sich die Zufahrt. Und kaum hat man das Firmengelände betreten, sticht einem auch die neue Asphaltmischanlage ins Auge: Mit rund 30 Metern Höhe ist die hochmoderne Asphaltmischanlage kaum zu übersehen. Und dank der neuen Entstaubung bewegen sich die Emissionswerte nun gegen Null.
Um die Straßen- bzw. die eigenen Asphaltkolonnen ausreichend bedienen zu können, wurde bereits im Jahr 2014 die alte Anlage nach 30 Jahren treuer Dienste für rund 2,5 Millionen Euro gegen modernste Technik ausgetauscht. 2018 wurde zusätzlich für saubere Abluft in eine Entstaubung investiert, die in Rekordzeit ausgetauscht wurde: An Fronleichnam wurde nach 20 Jahren Betrieb mit dem Abbau der alten Anlage begonnen, am folgenden Montagmorgen startete der Probelauf der neuen.

Asphalt ist nicht gleich Asphalt – einfach mal hinschauen

Eigentlich ist es wie bei einer Küchenmaschine, erklärte mir Mischanlagenführer Uwe Lämmermann, der bereits seit 18 Jahren für das Endprodukt, den Asphalt, verantwortlich ist. Je nach Asphaltsorte – und wir sprechen hier von 25 verschiedenen Sorten! – werden die Zutaten zusammengemischt, um zuletzt auf einem LKW direkt zur Baustelle gefahren und dort eingebaut zu werden. Zwei Asphaltkolonnen sind hier in einem Umkreis von maximal 50 Kilometer permanent im Einsatz. Größere Entfernungen sind aufgrund der nötigen Verarbeitungstemperatur des Asphalts nicht möglich. Mit rund 180° Celsius wird er vor Ort vom Fertiger verteilt und anschließend mit der Walze verdichtet. Und eben nur die optimale Temperatur ermöglicht eine optimale Verdichtung und somit eine optimale Qualität.

Optimale Qualität

Asphalt – ein jeder von uns verbringt tagtäglich ganz selbstverständlich mehrere Stunden auf ihm. Doch aus was be- und wie entsteht er eigentlich? Zunächst werden die verschiedenen Gesteinssorten – je nach Asphaltsorte in unterschiedlicher Körnung von Sand bis Schotter – über ein Fließband in die Trocknung transportiert, wo sie je nach Zusammensetzung bis auf 230°C erhitzt und so bis auf den Kern getrocknet werden. Der Sand wird vor Ort produziert. 
Auf Betriebstemperatur gelangt das Material schließlich in den Mischer im oberen Bereich der Mischanlage, wo die maximal 120 Tonnen nicht lange darauf warten müssen, in einem der 27-Tonnen-LKWs abtransportiert zu werden. Lediglich eine Minute beträgt die Mischzeit, mit Bitumen und Füller (Gesteinsmehl), pro Ladung. Welche Menge an Asphalt am Tag das Betriebsgelände verlassen kann, kann sich bei 120 Tonnen pro Stunde jeder selbst ausrechnen. Grammgesteuert wird das Mischungsverhältnis sowie die optimale Betriebstemperatur von einer Computeranlage, die jedweden Missstand sofort melden und dokumentieren würde. Darüberhinaus garantieren eine Klassifizierung des Recyclingmaterials sowie unabhängige Kontrollstellen in regelmäßigen Abständen die Güte und Qualität der eingesetzten Materialien. Und nicht zuletzt müssen Probebohrungen nach getaner Arbeit diese bestätigen. Die Mischanlage selber wird regelmäßig vom TÜV-Süd und der LGA Nürnberg emissionstechnisch überprüft und ist zertifiziert. (jf)
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