Zukunftsgespräch mit Sebastian Bernhard und Martin Sailer: „Zeit für Zukunft in Adelsried und Kruichen“

von LeserReporter Ludwig Lenzgeiger aus Adelsried

Zwei Kandidaten, zwei Gewinner: Sebastian Bernhard (r.) dankt Landrat Martin Sailer für seinen Besuch in Adelsried

Im März konnte Bernhard die Bürgermeisterwahl mit über 60 % der Stimmen für sich entscheiden.

Adelsried (Bericht aus dem Januar 2020). Anlässlich des Zukunftsgesprächs mit Bürgermeisterkandidat Sebastian Bernhard und Landrat und Bezirkstagspräsident Martin Sailer war der Saal im Hotel Schmid prall gefüllt. Der Bürgermeisterkandidat der CSU Adelsried skizzierte seine Zukunftsvision von Adelsried und Kruichen mit dem Schwerpunktthema „Nahverkehr, Naherholung, Nachhaltigkeit“ und stand den Bürgern Rede und Antwort.

Über 100 Bürger nutzten die Möglichkeit, mit dem Bürgermeisterkandidaten Sebastian Bernhard, den Gemeinderatskandidaten der Adelsrieder CSU sowie mit Landrat Martin Sailer in Gespräch zu kommen.

Nachhaltigkeit finanziell und ökologisch

„Klare Prioritäten, die braucht ein Kommunalpolitiker, davon bin ich überzeugt. Mit diesen möchte ich in den Wahlkampf ziehen“, erklärte Bernhard zu Beginn der Vorstellung seines Programmes. So lägen ihm die kommunalen Pflichtaufgaben besonders am Herzen. „Das sind unter anderem die Sanierung und Erweiterung von Kindergarten und Schule sowie eine zukunftsfähige Lösung für unsere Feuerwehr“, stellte der Kandidat fest, um anschließend seine konkreten Pläne hierfür auszuführen. Grundsätzlich gelte es, Nachhaltigkeit und eine schnelle Umsetzung der Baumaßnahmen zu verbinden, da man sich erfreulicherweise steigenden Geburtenzahlen gegenüber sehe und gesetzliche Rahmenbestimmungen zudem den Ausbau nötig machten. Auch die Feuerwehr möchte der Bürgermeisterkandidat nicht außen vor lassen und bestand darauf, diese in die Planungen der Gemeinde mit einzubeziehen. „An der Sicherheit der Bürger darf nicht gespart werden. Das ist meine klare Meinung“, ergänzte Bernhard.

Naherholung: Chancen nutzen

Zum Thema Naherholung stellte Bernhard die Chancen der Gemeinde klar heraus. „Wir sind eine attraktive Gemeinde, was uns aber nicht davon abhalten sollte, noch attraktiver zu werden“, so die Devise des Kandidaten. Dabei seien kleinere Projekte wie ein Spielplatz für Kruichen ebenso auf seiner Agenda wie eine Neugestaltung des Ortskernes mit einer Gastronomie und die Ertüchtigung der Ortsdurchfahrt. „Das Naturfreibad sehe ich als große Chance. Es ist vorbildlich, dass sich hier Gemeinden zusammengetan haben und an einem Strang ziehen. Es wäre eine enorme Bereicherung für unser Dorf“, positioniert sich der Bürgermeisterkandidat. Gleichwohl gelte es nun die genaue Kostenberechnung abzuwarten sowie dann festzustellen, was tatsächlich an Fördergeldern komme und welche Kosten tatsächlich anfallen, um im Blick auf die gemeindlichen Ausgaben und Einnahmen nachhaltige Entscheidungen treffen zu können. Wiederum verwies Bernhard auf die kommunalen Pflichtaufgaben, die drängten. „Wir wollen das Bad und wir wollen es bezahlen können, und zwar nicht statt Kindergarten, Schule, Feuerwehr, sondern zusammen mit diesen Projekten. Deshalb müssen wir uns auch wirtschaftlich für die Zukunft wappnen“, betonte Bernhard mit Blick auf die Planungen eines Gewerbegebietes.

Nahverkehr: Die Gemeinde verbinden

„Wir möchten mit den Gemeinden im Holzwinkel an einem Strang ziehen und diese mit einem FLEXIBUS-Modell enger zusammenbringen. Hierdurch gelingt es uns auch, die Verbindungen in die Gemeinden über den Holzwinkel und Altenmünster hinaus zu verbinden und unsere Region auch im Hinblick auf die Mobilität attraktiver zu machen“, erläuterte Bernhard zu diesem Thema. Unterstützung bekam Bernhard in diesem Bereich besonders von Martin Sailer, der in seinem Grußwort nicht allein einen Überblick über die Bildungsprojekte des Landkreises gab, für die dieser Investitionen in hoher zweistelliger Millionenhöhe aufbringe, sondern auch auf den Radverkehr als zentralen Mobilitätsfaktor im Landkreis verwies. „18 Prozent des Verkehrs im Landkreis Augsburg werden über den Radverkehr abgewickelt. Das gilt es weiter zu fördern und konkret für euch den Weldenradweg zu stärken, um diesen als Alternative aufzubauen. So können wir Verkehr vernetzt denken und darin liegt die Zukunft für unsere Bürgerinnen und Bürger“, so Landrat und Bezirkstagspräsident Sailer.

Im Hinblick auf die Verkehrsthematik betonte Sailer, dass er jeglicher Diskussion über mögliche ICE-Trassen entlang der Autobahn eine klare Absage erteile und die Ertüchtigung der bestehenden Bestandsstrecke unterstütze. „Wir müssen jetzt Bahnprojekte in die Wege bringen, die unsere Zukunft nicht nur in den nächsten Jahrzehnten, sondern Jahrhunderten betreffen werden. Das sind Themen für unsere Kinder und Enkelkinder, die wir endlich angehen müssen und nicht endlos mit Trassendebatten zerreden“, betonte Sailer energisch.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete schließlich eine motivierte Erklärung Bernhards: „Mein Name ist Sebastian Bernhard, ich bin 27 Jahre junge und ich kandidiere für das Amt des Bürgermeisters für meine Heimatgemeinde. Ich bin jung und jung ist die Zukunft“, warb Bernhard zum Abschluss seiner engagierten Rede und erntete den Applaus der zahlreichen Gäste.

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