Coronavirus: Bayerische Landesausstellung in Aichach-Friedberg wird verschoben

Im Wittelsbacher Schloss in Friedberg werden historische Exponate zu sehen sein.

Wann die Landesausstellung nun stattdessen stattfinden wird, steht noch nicht fest.

Die Bayerische Landesausstellung in Aichach und Friedberg wird verschoben. Wann genau sie beginnen und wie lange sie dann dauern wird, steht noch nicht fest. Über einen neuen Eröffnungstermin werde später entschieden, hieß es aus dem Bayerischen Kunst- und Wissenschaftsministerium. Minister Bernd Sibler erklärte: „Als großer Fan der Landesausstellung fällt mir diese Entscheidung sehr schwer. Das ist ein schmerzlicher Stich in mein Historiker-Herz. Aber die Gesundheit der Besucherinnen und Besucher sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat in diesen Tagen besondere Priorität. Deswegen handeln wir jetzt verantwortungsvoll und präventiv – zum Schutz unserer Bevölkerung.“

Die Landesausstellung „Stadt befreit“ sollte am 29. April starten, nur zehn Tage nach dem – vorläufigen – Auslaufen der einschneidenden Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie. „Die Verschiebung war nicht überraschend,“ sagte deshalb Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann. Es gehe ja nichts verloren. Das für das erste Mai-Wochenende geplante Eröffnungs-Openair werde nach hinten verschoben. „Ansonsten arbeiten wir wie geplant weiter am Feuerhaus, am Geschichtspfad am Oberwittelsbacher Burgplatz und im Wittelsbacher Museum im Unteren Tor.“ Das Feuerhaus stehe auch im Jahr 2021 für die Ausstellung zur Verfügung. Die eindrucksvolle Holzfassade sollte ja ohnehin das ganze nächste Jahr bestehen bleiben.

Wie sich die Verschiebung auf das restliche Rahmenprogramm auswirkt, muss sich erst zeigen. Immerhin 300 Veranstaltungen sind zur Landesausstellung entwickelt worden, von Theaterstücken über Konzerte bis zu Mittelaltertagen speziell für Kinder. Viele Vereine sind dabei engagiert, zudem ein etwa zehnköpfiges Organisationsteam der Städte Aichach und Friedberg sowie im Landratsamt. Landrat Klaus Metzger sagte am Freitag dazu: „Die immense Arbeit, die von so vielen bereits investiert wurde, ist nicht umsonst gewesen. Die Landesausstellung 2020, Herzensangelegenheit des Wittelsbacher Landes, wird trotzdem der kulturelle Höhepunkt des Jahres sein, wann auch immer sie starten mag.“ Er sieht sogar einen positiven Aspekt: Die Landesausstellung könne dann den Menschen helfen, wieder ein Stück Normalität zurückzugewinnen nach den schwierigen Zeiten der Einschränkungen. Metzger: „Also nicht den Kopf hängen lassen, sondern die Vorfreude einfach noch etwas verlängern.“

Aichach und Friedberg sind Gastgeber der Landesausstellung. Organisiert wird sie vom Haus der Bayerischen Geschichte, das zum Wissenschafts- und Kunstministerium gehört. Ursprünglich sollte das Großereignis vom 29. April bis 8. November dauern. Rund 100.000 Besucher werden erwartet, allein in Aichach sind 800 Stadtführungen vorgesehen. Aichach baut seine ehemalige Feuerwehrzentrale an der Martinstraße in ein Multimedia-Zentrum um, im Wittelsbacher Schloss in Friedberg werden in acht Räumen wertvolle historische Exponate gezeigt. (gw)

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