Coronavirus: Landkreis Aichach-Friedberg richtet eigene Teststation ein

Die Ausbreitung des Coronavirus hat weitreichende Folgen. Aktuell gibt es im Landkreis Aichach-Friedberg 43 registrierte Infektionsfälle, etwa 310 Personen befinden sich insgesamt in Quarantäne.

Im Landkreis Aichach-Friedberg gibt es aktuell 55 registrierte Infektionsfälle, etwa 325 Personen befinden sich insgesamt in Quarantäne. Das teilte nun das Landratsamt mit. Auch baut der Landkreis nun in Aichach, an der Jugendverkehrsschule in Aichach-Nord, eine eigene Teststation auf. 

Diese soll möglichst am kommenden Samstag öffnen. Doch erst müsse noch ein Labor gefunden werden, das in der Lage sei, die Tests zügig durchzuführen. Dort sollen nur Personen getestet werden, die zuvor eine Mitteilung durch das Gesundheitsamt beziehungsweise Landratsamt bekommen haben. Denn das Ziel sei, dass Personen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, möglichst schnell wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können, sobald der Test negativ ausgefallen ist.

Nach der Absage beziehungsweise Verschiebung planbarer Eingriffe liegt die Kapazität an freien Betten in den Kliniken an der Paar derzeit bei 59 - davon sechs Betten intensiv. Dr. Christian Stoll, Ärztlicher Direktor der Klinik in Aichach, wurde zum Corona-Pandemie-Beauftragten mit umfassenden personellen und organisatorischen Befugnissen berufen, um ein schnelles und wirksames Agieren ohne lange Entscheidungswege im täglichen Klinikbetrieb gewährleisten zu können. Seine Stellvertreterin ist Pflegedirektorin Ulrike Gastl. Beide Krankenhäuser sind laut Landratsamt auf die Aufnahme von sogenannten Verdachtsfällen vorbereitet. „Bestätigte Fälle versuchen wir derzeit zentral in Aichach stationär zu betreuen, da die notwendigen Schutz- und Hygienemaßnahmen sehr aufwendig sind“, erläuterte der kommissarische Geschäftsführer Georg Großhauser.

Bei der Integrierten Leitstelle wird ein Ärztlicher Leiter für Schwaben installiert. Dieser übernimmt die Kapazitätssteuerung von Betten und Patienten im Regierungsbezirk Schwaben. Eine der Aufgaben wird die Verteilung von Erkrankten auf die Krankenhäuser sein, landkreis- und bezirksübergreifend. Um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, werden Kliniken aller Art akquiriert; dort sollen dann vor allem minderschwere Fälle versorgt werden.

Als untere Sicherheitsbehörden seien die Gemeinden angehalten, Spielplätze, Bauwägen und ähnliche Einrichtungen, die nach den momentanen Regeln nicht geöffnet sein dürfen, zu schließen beziehungsweise zu sperren, erklärt das Landratsamt.

Der Krisenstab im Landratsamt ist ab sofort sieben Tage in der Woche rund um die Uhr besetzt. Bei Anfragen, die mehrere Bereiche des Landratsamts betreffen, empfiehlt sich eine E-Mail an corona[at]lra-aic-fdb[dot]de statt eines Anrufs beim Bürgertelefon 08251/92-444. (pm)

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