Frischer "Kampfkunst-Wind" beim SC Altenmünster

von LeserReporter Josef Thiergärtner aus Altenmünster

Stolz präsentieren die Prüfungsteilnehmer der Jiu Jitsu Abteilung ihre Urkunden.

1.Reihe von links:

Andreas Klob, Daniel Englert, Christina Timm, Tobias Vandrey (4.Dan)

2.Reihe von links:

Max Lehner, Andres Burkhard, Markus Salzger, Andreas Rübesam (7.Dan)

3.Reihe von links:

Ekkard Sitka, Peter Meszaros, Max Zeller, Ulrich Müller

 

 

Seit zwei Jahren wird beim Sport Club  Altenmünster eine neue Kampfsportart angeboten: Jiu Jitsu

Hierbei handelt es sich um eine effektive japanische Kampfkunst, die ab dem 16 Jahrhundert von den japanischen Samurai entwickelt und heute auch von Polizei und Spezialkräften unterrichtet und angewendet wird.
Die Maxime  im Jiu Jitsu ist es,  die Aufnahme der Kraft des Gegners, um sie gegen Ihn selbst zu richten.
Schläge Tritte Würfe und Hebeltechniken bilden den Schwerpunkt der Ausbildung zum Jiu Jitsu Meister (1.Dan) , welche je nach Talent und Fleiß sechs bis acht Jahre dauert, aber von jedermann erfolgreich absolviert werden kann.

Geleitet wird das Training von Tobias Vandrey, der zuvor schon die Jiu Jitsu Abteilung des TSV Steppach gegründet, aufgebaut und 13 Jahre lang erfolgreich geleitet hat, bevor er dann 2018 das Zepter an seinen Meisterschüler Daniel Miller übergab und nach Altenmünster zog.
Seit seinem achten  Lebensjahr betreibt der 42 jährige Ergotherapeut Kampfsport und ist in der Branche längst kein Unbekannter mehr. Zunächst startete er mit Judo bevor dann 1993 zum Jiu Jitsu wechselte. Inzwischen trägt Vandrey den 4. Dan (Meistergrad) und gibt sein Wissen auch auf zahlreichen nationalen und internationalen Seminaren weiter, das er aber auch als Schüler auf Reisen durch ganz Europa stetig erweitert.

Derzeit können beim SC Altenmünster interessierte Jugendliche und Erwachsene  ab 14 Jahren am Training teilnehmen, für eine Kindergruppe soll dies ab dem nächsten Schuljahr möglich sein, so der Trainer.
Die Corona Pandemie stellte die  Kontaktsportler natürlich vor eine große Herausforderung. Um nach dem Lockdown den Trainingsbetrieb, der von Mitte März bis Mitte Juli komplett eingestellt war, wieder aufnehmen zu können, musste ein individuelles Hygienekonzept erstellt werden.Umso motivierter begannen die Altenmünsterer Jiu Jitsukas mit den Prüfungsvorbereitungen für die bereits zweite Gürtelprüfung der jungen Abteilung in der Turnhalle des Kindergartens in Zusamzell Ende September.

Vor den prüfenden Augen von Lehrer Tobias Vandrey sowie dem Gastprüfer Andreas Rübesam (7.Dan) absolvierten die sechs Prüflinge ihr Schweiß treibendes, rund einstündiges Programm. Zu zeigen waren neben der Fall- und Bewegungsschule auch Verteidigungstechniken gegen verschiedenste Angriffe wie Schwitzkasten, Faustschläge Würgen und viele weitere. Das theoretische Wissen war ebenfalls Teil der anspruchsvollen Prüfung.

Am Ende konnten alle sechs Prüflinge im Alter von 21 bis 47 Jahren die begehrte Prüfungsurkunde in den Händen halten und dürfen künftig ihre Kampfanzüge mit einer neuen Gürtelfarbe schmücken. Daniel Englert und Andreas Burkhard stellten sich erfolgreich der ersten Prüfung zum weißgelben Gürtel. Max Lehner, Christina Termin, Andreas Klob sowie Ekkard Sitka dürfen sich fortan den gelben Gürtel umbinden. Max Lehner und Christina Termin konnten durch ihre technisch saubere und schnelle Ausführung beeindrucken. Sitka stach besonders durch seine präzise Wurftechnik hervor.

Neben Dojoleiter Tobias Vandrey zeigte sich auch Kampfkunst Profi Andreas Rübesam aus Herbrechtingen beeindruckt:
„ Es ist wirklich bemerkenswert,  dass so eine Anzahl Menschen jenseits der Dreißig noch mit diesem Sport beginnt und obendrein diese  Qualität in der Prüfung abliefert“ so das Fazit des Großmeisters bei der Urkundenübergabe.
Auch die Prüfungspartner Ulrich Müller und Peter Meszaros erhielten ein dickes Lob. Besonders der 54-jährige Müller, welcher sich bereits nach viermonatigem Training mit einem Hüftwurf werfen ließ, erntete viel Anerkennung
Anschließend wurde dieser Erfolg natürlich stilecht mit japanischem Essen gefeiert.
Nun steht die Ausbildung zur nächsten Stufe an.
„Ich hoffe natürlich, dass auch künftig neue Interessenten den Weg in unser Training finden werden. Unsere Tür steht für alle Interessierten offen.“  so das Schlusswort Vandreys am Prüfungstag.
 

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