Region: Augsburg Stadt

Nachbarn helfen in der Krise

von Freier Mitarbeiter Hans Blöchl aus Augsburg-Lechhausen
MGT-Leiterin Brigitte Kurz freut sich auf das neue Projekt.

Der Mehrgenerationentreff Firnhaberau-Hammerschmiede der Awo startet ein neues Projekt der Nachbarschaftshilfe.

Für den Mehrgenerationentreff (MGT) Firnhaberau-Hammerschmiede der Awo im Sozialzentrum in der Schillstraße ist Hilfe unter Nachbarn kein neues Feld. Seit ein paar Jahren gibt es bereits den Einkaufsservice, bei dem ehrenamtliche Helfer Senioren und Menschen mit Handicap beim Einkauf helfen.

Nun steht der MGT in den Startlöchern, um ein erweitertes Projekt von Nachbarschaftshilfe in den beiden Stadtteilen Firnhaberau und Hammerschmiede umzusetzen. Aufbauend auf dem bereits bestehenden Fundament wurde mit Unterstützung des Freiwilligenzentrums und des Büros für bürgerliches Engagement ein Neuanfang mit erweitertem Angebot vorbereitet.

Die Corona-Pandemie bringt dabei neue Herausforderungen mit sich. Ein Thema ist Vereinsamung, weil viele Treffmöglichkeiten wie auch der MGT selbst, seit Längerem geschlossen sind. Auch beim Umgang mit Behörden oder bei Arztbesuchen ist oft Hilfe nötig. In beiden Stadtteilen leben sehr viele Senioren. Durch die nicht sonderlich ausgeprägte Infrastruktur wird die Selbstversorgung erschwert. Auch die Busanbindung ist speziell in der Firnhaberau eher unterentwickelt. Viele Menschen leben allein in ihren Siedlerhäusern. Diese historische Siedlerkultur war deswegen aber immer durch ein hohes privates Engagement, das weitgehend noch existiert, geprägt. In vielen Vereinen wird versucht, den Gedanken der Nachbarschaftshilfe aufrecht zu erhalten.

Der Mehrgenerationentreff hat zur Zielsetzung, die Lebensqualität in den Stadtteilen zu erhöhen und Eigenengagement und Begegnung zu fördern und zu bündeln. Dafür sind auch die vorhandenen Räumlichkeiten gut zu nutzen. Das Freiwilligenzentrum der Stadt Augsburg hat deshalb die Einrichtung der Nachbarschaftshilfe unterstützt und finanziell gefördert. Eine weitere Begleitung des Projekts wurde vom Büro für bürgerliches Engagement geleistet. Auch eine ehrenamtliche Mitarbeiterin, die sich stärker in der Vernetzung stadtweit engagieren will, ist bereits gefunden.

In den nächsten Tagen werden die Bewohner Flugblätter in ihren Briefkästen finden, in denen für das Angebot geworben wird. Und dann kann es noch vor den Feiertagen losgehen und „vielleicht können wir schon zu Weihnachten die ersten Unterstützungen organisieren“ ist Brigitte Kurz, die Leiterin des Mehrgenerationentreffs, optimistisch. Und sie hofft auf viele ehrenamtliche Helfer, die sich bei ihr melden können. Derzeit ist das leider nur telefonisch unter 0157/76 20 10 07 oder per E-Mail unter mgt-firnhaberau[at]awo-augsburg[dot]de möglich.

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