Wieder Ärger um Caiuby: Strafbefehl gegen FCA-Spieler

Caiuby hat gegen einen Strafbefehl Einspruch eingelegt. Foto: Alexander Heinle/Archiv

Gegen einen Spieler des FCA, den 30-jährigen Brasilianer Caiuby Francisco da Silva, hat das Augsburger Amtsgericht nun einen Strafbefehl wegen Schwarzfahrens erlassen. Dagegen legte der Fußballer Einspruch ein. Deshalb wird es zu einer Verhandlung vor dem Amtsgericht kommen. Ein Termin steht noch nicht fest.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Sportler vor, im Herbst 2017 ohne gültige Fahrkarte mit dem Zug von München nach Augsburg gefahren zu sein. Das Gesetz sieht für eine sogenannte Leistungserschleichung eine Freiheitsstrafe von einem Monat bis zu einem Jahr oder Geldstrafe vor.

Freilich landet nicht jeder Schwarzfahrer vor Gericht, zumal nicht jeder Kontrolleur sich veranlasst sieht, die Polizei zuzuziehen. Meist wird lediglich ein "erhöhtes Beförderungsentgelt" erhoben. Für einen Strafbefehl wegen Leistungserschleichung brauche es, so Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai, schon besondere Umstände: Beispielsweise, dass jemand nicht zum ersten Mal beim Schwarzfahren ertappt werde oder sich nicht ausweisen könne. Welche besonderen Gründe für ein Einschreiten der Staatsanwaltschaft im Fall des FCA-Spielers vorliegen, möchte Nickolai nicht bekanntgeben. Gegen Caiuby wird zudem wegen Körperverletzung ermittelt. Er soll nach dem letzten Heimspiel der Saison nachts auf der Maxstraße einem Fan, der wohl andauernd seinen Namen rief, einen Kopfstoß verpasst haben.

Caiuby Francisco da Silva, Spitzname "Kai-Uwe", spielt seit Juli 2014 für den FCA, zu dem er vom FC Ingolstadt wechselte. In der vergangenen Saison schoss er fünf Tore in 33 Spielen. Der Sportler scheint eine eigenwillige Persönlichkeit zu sein. Denn auch als Mannschaftsmitglied fiel der 30-Jährige schon negativ auf. Er verlängerte diesen Sommer beim FCA eigenmächtig seinen Urlaub um neun Tage. Die FCA-Granden wussten angeblich tagelang nicht, wo er war. Er verpasste das Trainingslager. Dafür erhielt er von seinem Arbeitgeber eine saftige Geldstrafe. Schon im Winter 2017 war er später als abgesprochen zum Training erschienen: Damals hatte er einfach seine Reha nach einem Knieschaden in Brasilien verlängert. Wie zu hören ist, kündigte ihm nun auch noch sein Vermieter seine Wohnung in Lechhausen. (mg)

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