Neues Wohnheim vor der Fertigstellung

Roswitha Faber und Günter Wettemann besichtigen zusammen mit Einrichtungsleiter Florian Segieth (Mitte) das neue Wohnheim.

Im Gögginger Neubaugebiet südlich der Friedrich-Ebert-Straße werden Menschen mit Behinderung in kleinen Wohngruppen familiär zusammenleben.

Zwei Mitglieder der Bewohnervertretung des Haunstetter Wohnheims, Roswitha Faber und Günter Wettemann, haben sich bei einer Besichtigung schon mal einen Überblick über den Baufortschritt verschafft. Roswitha Faber ist begeistert: „Schaut echt cool aus. Die Hausfarbe ist cool und auch der Estrich.“ Menschen mit Behinderung werden nach der Fertigstellung des Hauses in der zweiten Jahreshälfte 2021 in kleinen Wohngruppen familiär zusammenleben. Die von Tageslicht durchfluteten Bewohnerzimmer sind barrierefrei und zur Hälfte rollstuhlgerecht. „Wir werden ab Mai/Juni 2021 in Göggingen 24 Menschen ein Zuhause geben und möchten dabei insbesondere die Anforderungen von Menschen mit hohem Hilfebedarf in unseren modernen und barrierefrei ausgestatteten Räumlichkeiten erfüllen. Jeder Bewohner erhält bei uns sein eigenes Apartment mit eigenem Bad“, erläutert der Erste Vorsitzende der Lebenshilfe Augsburg, Rainer Weng. Das Haus strahle diese heimelige Atmosphäre in besonderem Maße auch nach außen hin mit seinem warmen, einladenden Farbton aus.

Zudem schafft ein im Haus eingebetteter Mehrzweckraum Möglichkeiten der Begegnung und wird auch Vereinen oder im Umfeld aktiven Gruppen (zum Beispiel Chören) zur Verfügung gestellt. Möglich gemacht hat dieses Bauvorhaben die Unterstützung durch eine große Förderung des Landes Bayern und des Bezirkes Schwaben, vermittelt durch die Stadt Augsburg.

Beim Spatenstich im vergangenen Jahr ermunterte Sozialministerin Carolina Trautner die Verantwortlichen der Lebenshilfe zum Weiterverfolgen solcher bedeutenden Bauprojekte: „Sie haben ein großes Stück auf dem Weg zu zeitgemäßen inklusiven Wohnformen geschafft. Bitte gehen Sie diesen Weg mutig weiter.“ Aber auch Fördergeber wie die Soziallotterie Aktion Mensch und die Lebenshilfe-Stiftung haben das Bauprojekt entscheidend vorangebracht.

Bedeutsam sind die zwei zusätzlichen, in Stadt und Landkreis Augsburg dringend benötigten Verhinderungspflegezimmer, die den Schwerpunkt häusliche Entlastung haben. Wer ab Mitte nächsten Jahres Interesse an einem Verhinderungspflegeplatz hat, kann den Einrichtungsleiter Florian Segieth unter der Telefonnummer 0821/809 98 30 kontaktieren.

Neue Arbeitsplätze

Mit Bezug des neuen Wohnheims werden viele neue Arbeitsplätze in Augsburg geschaffen. „Wir freuen uns ab sofort auf Bewerbungen von Fachkräften und interessierten Quereinsteigern, die Spaß und Freude an einer fachlichen und wertschätzenden Arbeit mit Menschen mit Behinderung haben, gerne bei uns arbeiten und eine komplett neue Einrichtung kreativ mitgestalten wollen“. Weitere Informationen erhalten Interessenten unter www.lebenshilfe-augsburg.de.

Gerade für Menschen mit Behinderung ist ein ganz wichtiger Aspekt in ihrem Lebensumfeld die Atmosphäre und Umgebung. „Die parkähnliche Anlage mit Schrebergärten lädt zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr mit einer Busanbindung in der Nähe sorgt für Mobilität, denn mobil sein ist für unsere Bewohner sehr wichtig“, sagt Rainer Weng. Zukünftig soll ein Elektro-Fahrzeug den Lebenshilfe-Fuhrpark bereichern. Für dieses ökologisch sinnvolle, aber nicht gerade billige Gefährt, sucht die Lebenshilfe einen Sponsor. Eine Zapfsäule fürs Stromtanken wird gerade eingerichtet. (pm)

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