Peta übt Kritik an der Messe"Jagen und Fischen"

Die Tierrechtsorganisation Peta kritisiert das Jagen von wilden Tieren. Foto: Archiv

Begeisterte Jäger und Angler können sich ab heute auf der Messe "Jagen und Fischen" in Augsburg informieren. Die Tierrechtsorganisation Peta übt nun scharfe Kritik an der Veranstaltung. Es gebe "keinen nachvollziehbaren Grund für die Jagd" auf Tierarten wie Füchse, Vögel und Marder in deutschen Wäldern. "Dennoch töten Jäger bundesweit über fünf Millionen Wildtiere sowie mehrere Hunderttausend Katzen und Hunde pro Jahr vornehmlich als Freizeitbeschäftigung", heißt es in einer Pressemitteilung der Organisation.Angler locken nach Angaben von Peta jedes Jahr Millionen Fische in eine Falle, bohren ihnen einen Haken durch den Mund, lassen einige ersticken oder nehmen sie teils noch lebend aus. Die Tierrechtsorganisation fordert deshalb ein Verbot der Hobbyjagd und des Angelns in Deutschland und ruft dazu auf, die Messe zu meiden.
"Es ist geschmacklos, das Töten von Tieren als unterhaltsamen Freizeitsport anzupreisen", sagt Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei Peta. "Unter dem Deckmantel der Naturverbundenheit verursacht das Jagen unermessliches Leid, jedes Jahr werden unzählige Tiere durch Fehlschüsse verwundet oder in Fallen regelrecht zerquetscht und sterben dabei einen langsamen und qualvollen Tod. Sensible Fische werden als Spielzeug oder Sportgeräte betrachtet, gequält oder getötet", so Michler.
Durch Jäger würden den empfindsamen Lebewesen häufig erhebliche Schmerzen zugefügt. Zudem ereignen sich jährlich Vorfälle, bei denen Fehlschüsse oder Querschläger Menschen verletzen oder gar töten, Gewehrkugeln in Häuser einschlagen oder Spaziergänger plötzlich unter Beschuss geraten. 

Anerkannte Wildbiologen seien sich laut Peta einig, dass aus ökologischer Sicht keine Notwendigkeit für die Jagd besteht. So müssen dem renommierten Biologen Josef Reichholf zufolge die nahezu ausgerotteten Wölfe nicht durch menschliche Jäger ersetzt werden, da eine natürliche Regulation der im Wald wohnenden Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten stattfindet.(pm)

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