Region: Augsburger Land

Inzidenzwert steigt auf über 200: Welche Corona-Regeln nun im Augsburger Landkreis gelten

Der Inzidenzwert ist im Augsburger Landkreis auf über 200 angestiegen. Damit treten automatisch neue Corona-Regelungen in Kraft.

Dem Robert-Koch-Institut zufolge ist die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Augsburg durch 128 neue Indexfälle im Vergleich zum Vortag auf den Wert 210,7 gestiegen. Das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg weist darauf hin, dass laut dem §25 der 9. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung deshalb bereits ab Freitag, 4. Dezember, für alle 46 Landkreiskommunen automatisch neue Regelungen gelten.

Märkte zum Warenverkauf sind mit Ausnahme des Verkaufs von Lebensmitteln im Rahmen regelmäßig stattfindender Wochenmärkte untersagt. Der Unterricht an Musikschulen darf nicht mehr stattfinden. Sowohl der theoretische als auch der praktische Unterricht von Fahrschulen ist untersagt. An allen Schulen – mit Ausnahme der Schulen zur sonderpädagogischen Förderung sowie der Abschlussklassen – ist ab Montag, 7. Dezember, ab Jahrgangsstufe acht ein durchgehender Mindestabstand von 1,5 Metern verpflichtend. Dieser könne beispielsweise durch eine veränderte Sitzordnung oder aber durch Wechselunterricht sichergestellt werden. Die Schulleitungen sollen die Eltern über die entsprechende Vorgehensweise ihrer Schule informieren.

Bezüglich des in § 25 Satz 1 Nr. 4 angesprochenen möglichen ganztägigen Alkoholkonsumverbots an öffentlichen Orten unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, habe die Kreisverwaltungsbehörde bisher noch keine zentralen Begegnungsflächen festgelegt, teilt das Landratsamt weiter mit. Dies könne gegebenenfalls noch zu einem späteren Zeitpunkt der Fall sein und werde entsprechend bekannt gegeben.

„Mir ist bewusst, dass die gegenwärtige Situation uns allen außerordentlich viel abverlangt – sowohl privat als auch beruflich. Für manche Berufsgruppen sind die derzeit notwendigen Schutzmaßnahmen sogar existenzgefährdend. Deswegen kann ich die Verzweiflung, die viele Menschen umtreibt, selbstverständlich sehr gut nachvollziehen“, erklärt Landrat Martin Sailer. „Allerdings ist die Corona-Pandemie eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die wir gemeinsam bewältigen müssen und derzeit gibt es hierfür leider keine geeignetere Herangehensweise als die der Bayerischen Staatsregierung.“ Ein Außerkrafttreten der verschärften Regelungen sei laut der aktuell geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung erst wieder möglich, wenn die Inzidenz sieben Tage in Folge unter dem Wert von 200 bleibt. (pm)

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