Zwei Corona-Neuinfektionen im Landkreis Augsburg – Probleme bei Schuleingangsuntersuchung

Für einen kleinen Teil der bisher noch nicht untersuchten Kinder bietet das Gesundheitsamt die Untersuchung in diesem Jahr im Landratsamt an. Wegen der begrenzten Kapazitäten sei dies jedoch nicht für alle noch ausstehenden Kinder, sondern nur in begründeten Einzelfällen – beispielsweise im Falle vorbekannter medizinischer Probleme – möglich.

Zwei neue Covid-19-Fälle meldet das Landratsamt Augsburg am Freitag. Im Vergleich zum Vortag habe das Gesundheitsamt im Landkreis Augsburg zwei weitere Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnen müssen. Zudem berichtet das Landratsamt, dass wegen der Corona-Pandemie rund die Hälfte aller Schulanfänger ohne Schuleingangsuntersuchung eingeschult werden müsse.

Mit den zwei neuen Corona-Fällen vom Freitag wurden nach aktuellem Stand insgesamt 387 Personen, ohne Todesfälle, im Landkreis Augsburg als infiziert gemeldet. Davon seien derzeit allerdings, wie am Vortag, 380 Personen bereits wieder genesen und auch die Zahl der Verstorbenen bleibe konstant bei neun Personen, so das Landratsamt.

Der Behörde macht Sorgen, dass aufgrund der Corona-Pandemie vor dem Start des kommenden Schuljahrs im September nicht mehr alle werdenden Erstklässler im Landkreis Augsburg der medizinischen Schuleingangsuntersuchung unterzogen werden können. Im noch laufenden Untersuchungszeitraum wurden bisher 1356 von 2685 schulpflichtigen Kindern untersucht. "Aus Zeitgründen wird es nicht möglich sein, die noch ausstehenden Untersuchungen vor dem Beginn des kommenden Schuljahrs vorzunehmen", so das Landratsamt. Die Schuleingangsuntersuchung umfasst neben einem Seh- und Hörtest auch ein sogenanntes Sprach- und Motorikscreening und die Überprüfung des vollständigen Impfschutzes.

Die Fachkräfte der Sozialmedizin mussten ab Mitte März die Untersuchungen aussetzen, da die Corona-Pandemie ihre Mitarbeit forderte. Seit dem Rückgang der Neuinfektionen könnten sich inzwischen wieder einige Fachkräfte ihren Aufgaben aus dem schulärztlichen Dienst widmen. Die Zeit reiche dennoch nicht mehr aus.

Vollständiger Impfschutz gegen Masern wird von Schulen überprüft

Um dem Masernschutzgesetz zu genügen, werde der vollständige Impfschutz gegen Masern von den Schulen überprüft. Eltern werde zudem empfohlen, sich bei Kinderärzten und den Krankenkassen über zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen (U10 mit 7 bis 8 Jahren und U11 mit 9 bis 10 Jahren) für ihr Kind zu informieren. Die sonst verpflichtende Schuleingangsuntersuchung finde in diesem Jahr aufgrund der besonderen Umstände nun auf freiwilliger Basis statt.

Für einen kleinen Teil der bisher noch nicht untersuchten Kinder biete das Gesundheitsamt die Untersuchung in diesem Jahr zudem im Landratsamt an. Wegen der begrenzten Kapazitäten sei dies jedoch nicht für alle noch ausstehenden Kinder, sondern nur in begründeten Einzelfällen – beispielsweise im Falle vorbekannter medizinischer Probleme – möglich.

Eine Terminvereinbarung hierzu wird ab dem 17. August direkt beim schulärztlichen Dienst des Gesundheitsamts unter der Telefonnummer 0821/3102-2123 zu den üblichen Dienstzeiten möglich sein. Das Gesundheitsamt weist zudem darauf hin, dass dies nur dann erfolgen kann, wenn sich die Lage der Corona-Pandemie nicht kurzfristig wieder erheblich verschärfen sollte. (pm)

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