Landkreis Augsburg erfüllt Bewertungskriterien als „Fahrradfreundlicher Landkreis in Bayern“

von LeserReporter Landkreis Augsburg aus Augsburg-Stadt

Bei der Hauptbereisung hat der Radverkehrsbeauftragte des Landkreises, Jonas Fricke (mittig im Bild), die Fragen einer fachkundigen Bewertungskommission beantwortet.
Bildquelle:  Jonas Hofmann, Landratsamt Augsburg

Offizielle Auszeichnung soll im kommenden Frühjahr erfolgen

Als Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern e.V. (AGFK) hat sich der Landkreis Augsburg den kritischen Augen einer fachkundigen Bewertungskommission gestellt. Die AGFK wurde mit dem Ziel gegründet, die Radverkehrsförderung in den Mitgliedskommunen organisatorisch fest zu verankern und deren Fahrradfreundlichkeit nach Erfüllung besonderer Kriterien auszuzeichnen. Bei der Hauptbereisung prüften Vertreter der Fraktionen im Bayerischen Landtag, der AGFK Bayern, des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr und des Landesverbands Bayern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), ob der Landkreis alle Bewertungskriterien ordnungsgemäß erfüllt hat. Auch zahlreiche Kreisräte begleiteten die Hauptbereisung und spiegelten damit den politischen Willen wider, den Radverkehr in besonderem Maße zu fördern. Die Bewertungskommission kam nach der Fahrradexkursion zu dem Ergebnis, dass der Landkreis Augsburg aufgrund seiner vielfältigen Aktivitäten auszeichnungswürdig ist. Damit wird dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr vorgeschlagen, dem Landkreis bei der zentralen Auszeichnungsveranstaltung im Frühjahr 2021 den Titel "Fahrradfreundlicher Landkreis in Bayern" zu verleihen.

Bewertungskommission lobt das bisher Erreichte

„Für den Landkreis Augsburg stellt die Auszeichnung einen wichtigen Meilenstein beim Thema Radverkehrsförderung dar. Wir wollen uns mit diesem Etappensieg jedoch nicht begnügen, sondern jetzt, nach Abschluss des Radverkehrskonzeptes, unsere Bemühungen in die zeitnahe Umsetzung der darin enthaltenen Maßnahmen stecken“, betont Landrat Martin Sailer. Bereits am 30. September wurde das Konzept vom ausführenden Planungsbüro den Bürgermeistern und jeweiligen Ansprechpartnern in der Verwaltung vorgestellt. Denn für viele der formulierten Maßnahmen ist der Landkreis nicht selbst zuständig. Aus diesem Grund möchte der Landkreis die Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Kommunen weiter verstärken und diese bei der Umsetzung der Maßnahmen nach Möglichkeit unterstützen.

Hauptrouten sollen im Winter regelmäßig geräumt werden

Die Exkursion im Rahmen der Hauptbereisung führte von Rommelsried über Agawang und Häder nach Dinkelscherben. Dabei wurden markante Stellen im Radwegenetz begutachtet und diskutiert. Positiv aufgefallen ist den AGFK-Prüfern die im Jahr 2019 fertiggestellte Radwegeverbindung von Agawang nach Häder. Diese wurde als Alternative zum bislang nicht realisierbaren Radweg entlang der Kreisstraße verwirklicht und vom Landkreis mitfinanziert. Einen letzten offenen Punkt stellt das Thema Winterdienst dar: Aufgrund von Corona konnte die Thematik von der Verwaltung nicht vollständig aufbereitet werden, sodass die notwendigen Unterlagen nachgereicht werden. Hier steht der Landkreis vor der Aufgabe, den Winterdienst entlang der Kreisstraßen umzustrukturieren. Mit einer Umverteilung der vorhandenen Kapazitäten vom gesamten Netz auf die im Radverkehrskonzept erarbeiteten Hauptrouten soll dort eine regelmäßige Räumung angestrebt werden. Dabei liegen besonders die Radwege zu Schulen und Bahnhöfen im Fokus.

Radverkehrskonzept soll Alltagsradverkehr fördern

Das Radverkehrskonzept wurde in den Jahren 2018 und 2019 gemeinsam mit den Kommunen, den angrenzenden Gebietskörperschaften und mit Bürgerbeteiligung entwickelt. Ziel des Konzepts ist speziell die Förderung des Alltagsradverkehrs und damit die Vernetzung der Kommunen untereinander sowie deren Einbindung in die Region. Dies spiegelt sich in der Kategorisierung des erarbeiteten Netzes wider, das in Haupt- und Nebenrouten unterteilt ist und eine Gesamtstrecke von knapp 750 km umfasst. Mittelfristiges Ziel ist die Erhöhung des Radverkehrsanteils am Modal-Split im Landkreis von aktuell 18 Prozent auf 23 Prozent innerhalb der nächsten sieben Jahre. „Innerhalb der letzten zwei Jahre haben wir nicht nur wegweisende Beschlüsse in den politischen Gremien gefasst, sondern auch das Radverkehrskonzept abschließen können“, erläutert der Radverkehrsbeauftragte Jonas Fricke.

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