Straße zwischen Heretsried und Emersacker: Ausbau kostet mehr als zehn Millionen Euro

Trafen sich zum Ortstermin an der Staatsstraße 2036 (von links): Eva Lettenbauer, Thomas Frey, Stephanie Schuhknecht, Günter Luderschmid und Irgmard DelPino.

Die Grünen wollen die Staatsstraße lieber günstig sanieren lassen und stellen den Sinn eines Ausbaus in Frage.

Der Ausbau der Staatsstraße 2036 zwischen Heretsried und Emersacker wird mehr als zehn Millionen Euro kosten. Das ergab eine Anfrage der Augsburger Landtagsabgeordneten Stephanie Schuhknecht (Grüne).

Laut Schuhknecht ist das zu teuer und ein "ökologischer Wahnsinn". Die Grünen fordern daher eine günstigere Alternative. Eine Deckensanierung würde keine weitere Fläche "versiegeln". Möglicherweise könne der geplante Ausbau einen "artenreichen Naturraum" beschädigen. Die aktuellen Baupläne würden die Straßenbreite von rund sechs auf sieben Meter erweitern. Die S-Kurve im Bereich zwischen Emersacker und Lauterbrunn soll aufgrund der verbesserten Verkehrssicherheit begradigt werden. Laut der Abgeordneten können dazu Bäume gefällt und so Lebensräume bestimmter Tierarten zerstört werden. Deshalb würde die Straßenverbreiterung "in keinem Verhältnis" zum erwarteten Nutzen der Ausbauarbeiten stehen.

Die Grünen schlagen stattdessen "eine völlig kostenfreie Geschwindigkeitsbegrenzung" zur verbesserten Verkehrssicherheit vor. Der geplante Radweg könne problemlos auf eine andere Route verlegt werden, weshalb die Staatsregierung von den Parteimitgliedern aufgefordert werde, die Ausbaupläne als erledigt zu betrachten, so Schuhknecht. Auch Max Deisenhofer, Grünen-Abgeordneter aus dem Landkreis, fügt hinzu, dass es "wahnsinnig" wäre, wenn die Staatsregierung die Straße bei der Sanierung ausbauen wolle. Er akzeptiere den Straßenausbau im Landschaftsschutzgebiet der Westlichen Wälder "auf keinen Fall". Die Sanierung solle mit dem kleinstmöglichen Eingriff in die Natur geplant werden. (pm)

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