Unternehmen schließen sich zusammen.

von LeserReporter Hans Blöchl aus Augsburg-Lechhausen
Christian Hörmann (links) und Peter Fischer. Foto Blöchl

Das größte Gewerbegebiet in Bayerisch – Schwaben liegt im Nordosten von Lechhausen. Auch wenn die Planungen momentan auf Eis liegen, eine Erweiterung östlich der Derchinger Straße ist noch nicht endgültig vom Tisch. Man schätzt, dass ca. 30 000 Arbeitsplätze hier angesiedelt sind. Eine Herausforderung in vielerlei Hinsicht für die Stadt und die Unternehmen und deren Arbeitnehmer. Aufgrund seiner zentralen Bedeutung für die Gesamtentwicklung Augsburgs ist das Vorhaben in Lechhausen ein Pilotprojekt und wichtiger Baustein des Stadtentwicklungskonzepts (STEK), dessen Fachkonzepte im Gewerbegebiet Lechhausen exemplarisch für die Gesamtstadt erprobt und umgesetzt werden sollen. Seit 2017 wird daran gearbeitet, im vergangenen Jahr wurde die CIMA Beratung+Management GmbH beauftragt, die Unternehmen und Immobilieneigentümer aus dem Gewerbegebiet Lechhausen Nord beim Aufbau dieses Gebietsmanagements zu unterstützen. Jetzt traf man sich wieder zum Frühstück im modernen großen Backshop mit Restaurant einer große regionalen Bäckereikette an der Meraner Straße mitten im Gewerbegebiet in Lechhausen. Ca. 50 Unternehmerinnen und Unternehmer sind der Einladung der Wirtschaftsförderung der Stadt gefolgt und treffen sich zum sog. „Unternehmerfrühstück“. Die Stadt ist durch Karl Bayerle aus dem Wirtschaftsreferat vertreten. Viermal pro Jahr will man sich treffen, um Austausch und Vernetzung voranzubringen. Denn das riesige Gewerbegebiet soll aufge“möbelt“, Arbeits-, Verkehrs und auch Aufenthaltsqualität wollen verbessert werden. Die Bandbreite der Unternehmen lässt sich nur erahnen. 12 stellen sich beim Frühstück vor. Die Palette reiht von der eher kleine Steuerkanzlei über das Maler- und Lackiererunternehmen mit über 100 Beschäftigten bis hin zur internationalen Immobilienfirma. Auch die Netzgesellschaft der Stadtwerke ist präsent, ein wichtiger Akteur, wenn es um Ansiedlung, Umbau oder Erweiterung geht. Das Problem ist direkt vor der Haustüre sichtbar. Vor kurzem haben die Stadtwerke begonnen, in der Meraner Straße, einem zentralen Zubringer in das Gebiet, eine Fernwärmeleitung zu verlegen. Die Straße ist teilweise nur einspurig befahrbar, eine Herausforderung für die Stadtwerke aber vor allem auch die angrenzenden Unternehmen. Die rechtzeitige Information durch die Stadtwerke wird angemahnt, um sich auf die Sperrungen einstellen zu können, wird eingefordert.

Christian Hörmann von der beauftragten Beratungsfirma CIMA erläutert die Vorstellungen über die Installation eines von den Unternehmen mit Unterstützung der Stadt selbst getragenen Gebietsmanagements. Ziel ist dabei, dass sich ein eigenständig agierender Unternehmenszusammenschluss und eine starke Interessensvertretung für das Gewerbegebiet bildet. Peter Fischer von der Aktionsgemeinschaft Lechhausen, dem Zusammenschluss vor allem von Gewerbetreibenden aus dem Stadtzentrum, beschreibt die Arbeitswiese und Zielsetzung der AGL und wirbt für die Installation eines ähnlichen Verbund3s für das Gewerbegebiet. Die nächsten Schritte sind der Aufbau einer Homepage und eine regelmäßige Informationsarbeit.

Noch ist es am Entstehen und die Ergebnisse durchaus offen. Spürbar ist, dass das Bewusstsein für die Notwendigkeit sich zu organisieren wohl immer mehr steigt. Und am Rande laufen die Gespräche, man lernt sich kennen, bahnt geschäftliche Kontakte an – es kommt etwas in Bewegung. Frank Löw, Geschäftsführer und Gesellschafter eines international tätigen Unternehmens für Baugerätschaften wie Gerüste und Schalungen ist ganz angetan von der Veranstaltung. Er ist zum erste Mal dabei und war durchaus skeptisch. „Jetzt bin ich neugierig!“ meint er als positives Resümee.

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