Wenig Interesse an Asylankerzentrum an der Berliner Allee.

von LeserReporter Hans Blöchl aus Augsburg-Lechhausen
Viele leere Stühle gab es bei der Infoveranstaltung. Am Podium von rechts u.a. Dr. Stefan Kiefer und Dr. Erwin Lohner. Foto Blöchl

Es waren wohl mindestens dreimal so viel „Fachleute „als Bürger aus dem Herrenbach, die sich für die Informationen über die neue Bestimmung der Asylunterkunft an der Berliner Allee im Herrenbach interessierten. Es waren insgesamt zirka 25 Personen, davon maximal 5 Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil, die im Mehrgenerationentreff Herrenbach zu Gast waren. Dabei waren u.a. Regierungspräsident Dr. Erwin Lohner,  Bürgermeister Dr. Stefan Kiefer und Vertreter der Polizei sowie einige Menschen, die haupt- und ehrenamtlich mit Flüchtlingen zu tun haben. Wer sich an die emotionsgeladenen Veranstaltungen vor 4 Jahren erinnerte, bei der Ängste und Sorgen hohe Wellen geschlagen hatten, konnte nur zu dem Fazit kommen: „Flucht und Flüchtlinge gehören mittlerweile zum Alltag!“ Sachliche Fragen und fundierte Antworten ließen von Anfang an keine negative Stimmung aufkommen. Es war zu spüren, dass auch die Behördenvertreter um einen guten Kontakt zu der spärlich vorhandenen Bürgerschaft bemüht waren. Das war zu den Hochzeiten des Flüchtlingszuzugs nicht immer so.

„Unterkunftsdependance“ vor allem für Familien gedacht.

Nach der Auflösung des großen Ankerzentrums in Donauwörth zum Jahresende werden die dortigen und neuankommende Asylsuchende auf ganz Schwaben verteilt. Von den insgesamt sieben Unterkünften werden zukünftig drei ihren Standort in Augsburg haben. Bereits bezogen sind Gebäude in innigen und in Kriegshaber am Kabelweg. Dazu kommt die Erweiterung der bereits bestehenden Gemeinschaftsunterkunft an der Berliner Allee sowie ein Behördenzentrum in Lechhausen. In letzterem werde Neuankömmlinge erfasst und verwaltungstechnisch bearbeitet. Nach einem kurzen Aufenthalt dort werden sie dann auf die anderen Einrichtungen verteilt. Derzeit kommen übrigens wöchentlich ca. 5 - 10 Asylsuchende in Schaben an. 

An der Berliner Allee gibt es bereits jetzt ein Gebäude, in dem knapp 100 Flüchtlinge untergebracht sind. Diese soll bis zum Sommer kommenden Jahres auf eine Kapazität von circa 200 Personen aufgestockt werden. Für ca. 3 Jahre wird die Einrichtung bleiben, dann will der Freistaat dort Wohnungen errichten. Untergebracht werden dort vor allem Familien mit schulpflichtigen Kindern. Die Asylsuchenden werden zu ca. 2/3 aus der Türkei und zu je 1/6 aus Gambia und Nigeria kommen. Für die Kinder wird es ein Schulangebot geben, dafür wird ein eigener Container aufgebaut. Ene Eingliederung in die Regelschulen ist nicht angedacht. Im Haus selbst wird es einen Sicherheitsdienst geben, ärztliche und soziale Betreuung sind gewährleistet. Außer einem kleinen Taschengeld wird es weitgehend Sachleistungen geben, ein Caterer übernimm die Verpflegung. „Es handelt sich weder um ein Lager noch um ein Hotel“ beschrieb der Beauftragte der Regierung den Charakter der Unterkunft. Die Verweildauer der Menschen beträgt  durchschnittlich 3,77 Monate, dann werden sie auf dezentrale Unterkünfte in de Städten und Landkreisen verteilt. Oder auch zurückgeführt, was aber „nicht immer einfach ist“ wie die Regierung einräumte.

Auf die Frage nach möglichen „Sicherheitsproblemen“ erläuterte auch die Polizei, dass sie keinerlei Probleme, die über das sonst in der Bevölkerung auch vorhandene Maß hinausgingen, erwarten würden. Anregungen gab es bezüglich der Betreuung durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, dazu soll versucht werden, interessierte Menschen aus dme Stadtteil anzusprechen. „So kann es doch auch gehen, schlich, problemorientiert und konstruktiv!“ resümierte ein Teilnehmer. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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