Diskussion um Baugebiet im Bärenkeller.

von LeserReporter Hans Blöchl aus Augsburg-Lechhausen
Die SPD Bärenkeller mit ihrem Vorsitzenden Walter Wiedemann (von rechts) und seinen Stellvertretern William Marin und Martin Koch sind strikt für eine reine Wohnbebauung. Foto Blöchl

Unterschiedliche Vorstellungen der örtlichen Parteien.

Südwestlich der Brücke über die Bahn am Wachtelschlag sm äußersten Ende des Bärenkellers liegt zwischen der brücke und dem Holzweg ein großes Grundstück mehr oder minder brach. Das sog. „Wohanka – Gelände“ war früher eine große Gärtnerei, die aber schon vor längerem aufgegeben wurde. Das Gelände mit einer Fläche von ca. 2,4 ha wurde von den Erben an die Stadt verkauft, die es nun an die städtische Wohnbaugruppe weiterverkauft hat um das Gebiet zu entwickeln. Der Druck der Bevölkerungszunahme ist auch im Bärenkeller zu spüren. Nach den prognosen wird der Stadtteil bis 2030 um ca. 6 % wachsen, der Bedarf an neuem Wohnraum ist also absolut gegeben. Viele Flächen zur Bebauung gibt es aber nicht. Die Stadt selbst verfügt über wenige geeignete Grundstücke, das ehemalige Gärtnereigelände ist das größte.

Reines Wohngebiet oder auch Gewerbe?

An dieser Frage scheiden sich die geister der örtlichen Kommunalpolitiker. Die CSU will gerne neben der Wohnbebauung auch geeignetes Gewerbe zulassen. Die Rede ist von einem Pflegedienst, der derzeit mit ca. 40 Fahrzeugen am Holzweg seinen Firmensitz hat. Dieser würde gerne in den Bärenkeller umziehen, Dem Vernehmen nach soll es sich um die Firma der derzeitigen Vorsitzenden des Vereins Pro Bärenkeller handelt. Für Günter Göttlling, CSU – Stadtrat spricht nichts dagegen, diesen Gewerbebetrieb auf der Fläche zu genehmigen. Er schlägt auch vor ntlang der Bahnlinie bis hin zu Straße nach Neusäß Gewerbe wie Arztpraxen, Läden etc. anzusiedeln. Die Belastung durch den Verkehr wird sich seiner Ansicht nach ziemlich in Grenzen halten, eine Beeinträchtigung der Wohnqualität sieht er nicht. Die CSU will aber die Zulassung von Gewerbe in engen Grenzen halten, Vorrangig ist auch für sie die Wohnbebauung.
Die SPD Bärenkeller allerdings ist da strikt dagegen. Bei einer Ortsbesichtigung betonen die Genossen, dass „der Bärenkeller in erster Linie ein „grüner Stadtteil ist und das auch so bleiben soll“. Eine Gewerbeansiedlung auf dem Gelände lehnen sie strikt ab. Sie sehen zwar auch die Notwendigkeit, Flächen für Gewerbe auszuweisen, dafür sollen aber vorrangig Gewerbebrachflächen herangezogen werden, wie z.B. im Bereich des Gaswerkes (Beispiel: „Trampolinpark“, ehemaliger ALDI), Bereich Hirblinger Straße (Beispiel: Boarding-Haus) oder GVZ(Karlsruher Straße).

SPD : Verbindliche Quote von Wohnungen für sozial schwächere Gruppen.

Sehr am Herzen liegt der SPD auch die Ausweisung „öffentlich geförderter Wohnungen“ (sozialer Wohnungsbau). Der Rückgang des Anteils der sozial gebundenen Wohnungen in Augsburg von 12.735 (2002) sogar 4.956 (2018).bei gleichzeitig exorbitanten Mietsteigerungen in diesem Zeitnahmen, zeigt „den sozialen Sprengstoff, der sich hier verbirgt“. Bisher gibt es in der Stadt keine verbindliche Richtlinie, wie hoch der Prozentsatz von Wohnungen, die für sozial schwächere Mieter zur Verfügung gestellt werden soll, in Neubaugebieten sein sollte oder muss. Deshalb fordern die Genossen im Bärenkeller für das „Wohanka – Gelände“ davon mindestens 30% als sozial geförderter Wohnungsbau. Sie verweisen dabei auch auf die niedrige Einkommensquote im Bärenkeller, der in den letzten Jahren „dern prozentual höchste Anstieg von Wohngeldempfängern in Augsburg“ zu verzeichnen hatte.

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