Region: Augsburg Stadt

Klein aber fein – das Feuerwehrmuseum in Kriegshaber.

von Freier Mitarbeiter Hans Blöchl aus Augsburg-Lechhausen
Dunja Wenda und Thomas Reichel vor seine ersten Schutzanzug bei der Feuerwehr. Foto Blöchl

Seit langem geistert die Idee eines großen Feuerwehrerlebnisparks o.ä. durch die politische Landschaft. Vor alle der Chef der Augsburger Berufsfeuerwehr Frank Habermaier ist einer der großen Protagonisten des Projektes. Die Realisierung steht aber noch in den Sternen. Das „Feuerwehrmuseum“ in Kriegshaber dagegen schon gut 2 Jahre. „Wir wolle und können uns aber mit dem Projekt, das Habermaier angestoßen hat gar nicht vergleichen“ meint schmunzelnd Thomas Reichel, der Motor des Projektes und gleichzeitig 1. Vorsitzender des Vereins, der die Einrichtung unterhält. Schon wenn man die kleinen Räume betritt – ca. 40 qm stehen zur Verfügung – wird das klar. Dicht an dicht hängen und stehen Exponate – von Uniformen und Geräten über Helme und Rohre bis hin zu Urkunden und historischen Fotos reicht die Bandbreite der Ausstellung. Über 1100 Ausstellungsstückewurden von Steiner und seinen Freunden gesammelt. Sie genauer zu betrachten würde einige Zeit in Anspruch nehmen. Schwerpunkt ist die Feuerwehrgeschichte in Bayern, ein Raum wird derzeit vorbereitet, um die Geschichte der Feuerwehr in der Nazizeit darzustellen, in einem anderen geht es um die Feuerwehr in der DDR. Dort war sie im Übrigen eine Abteilung der Volkspolizei. Das älteste Dokument stammt aus dem Jahr 1787, eine sog. „Feuerordnung“.
Seine Stellvertreterin im Verein, Dunja Wenda aus Kriegshaber ist genauso wie Reichel eine begeisterte Feuerwehrfrewillige. Er ist bei der FFW in Stadtbergen, sie in Kriegshaber aktiv. Ehrenamtlich ist der Beamte auch noch Kreisbrandinspektor im Landkreis Augsburg. Seit seinem 16. Lebensjahr interessiert und engagiert er sich in unterschiedlichsten Formen in der Feuerwehr, ein Hobby das viel Zeit und auch Geld kostet. Bedauerlich für beide ist, dass das, was zumindest in der Außenwirkung mit der Feuerwehr verbunden wird – große Autos, Leitern, Blaulicht etc. – hier nicht ausgestellt werden kann. Angebote wären vorhanden, es fehlt leider der passende Raum.

Ohne Ehrenamt geht es nicht!

Außer einer einmaligen Zahlung aus einem Stiftungsfonds erhält der Verein keinerlei Unterstützung von der Stadt, er lebt von den Mitgliedsbeiträgen und auch Spende vo Mitgliedern und Förderern. Natürlich sind auch die Öffnungszeiten auf dieser Basis ziemlich eingeschränkt, Nur einmal im Monat ist geöffnet, immer am 1. Sonntag des Monats von 12 – 15 Uhr. Trotzdem fanden im letzten Jahr über 500 Besucher den Weg in die Ulmer Straße 153. Sogar Gruppen aus Kindergärten und die CSU Kriegshaber waren dabei. Der nächste Öffnungstag ist der 6. Januar 2019. Und wer dem Verein beitreten will kann sich gerne auch im Internet unter www.feuerwehrmuseum-augsburg.de informieren. Und Spenden an den gemeinnützigen Verein werde auch gerne entgegengenommen. Die entsprechende Kontonummer lautet: DE94 2220 0001 8035 44.

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