Kompromiss am Klinikum: Warnstreiks ruhen vorerst

Der Protest hat sich gelohnt: Das Klinikum will Lösungen gegen die Überlastung der Pflegekräfte finden. Foto: F. Kemp da Silva

Die Gewerkschaft Verdi und das Klinikum Augsburg haben einen Kompromiss gefunden, der zumindest vorerst das Ende der Warnstreiks bedeutet. Das "Sofortprogramm" soll die Mitarbeiter aus der Pflege kurzfristig entlasten. So soll von Stationen, auf denen es besonders an Personal mangelt, Druck genommen werden, indem im Klinikum stationsübergreifend Betten geschlossen werden oder gar einzelne Stationen temporär außer Betrieb gehen.
Zudem sollen Arbeitgeber und -nehmer in einer gemeinsamen Kommission mittelfristige Lösungen erarbeiten, um die Bedingungen für die Pflegebeschäftigten zu verbessern. Über den Personalschlüssel könne das Klinikum jedoch nicht verhandeln, da dieser durch den kommunalen Arbeitnehmerverband festgelegt wird. Im kommenden Jahr würden laut der Krankenhausspitze 30 neue Vollzeitstellen geschaffen - aufgrund des Mangels an Fachkräften seien diese jedoch schwer zu besetzen.
Im Rahmen einer bundesweiten Aktion wurde das Klinikum drei Mal bestreikt. Das Pflegepersonal beklagt Überlastung. Dadurch mussten unter anderem mehr als 100 Operationen abgesagt werden. (lib)

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