Beratungsstelle „Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung“ für den Landkreis Augsburg stellt sich vor

von LeserReporter Verena Rombach aus Augsburg-Oberhausen
Das Team der EUTB (von links nach rechts) Adelheid Schur, Hanna Jungnickel und Anja Walter freute sich über den gelungenen Tag der offenen Tür. Foto: Bunter Kreis

Augsburg, 29. Mai 2019. Am 21. Mai 2019 hat die „Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung“ (EUTB) für den Landkreis Augsburg zum Tag der offenen Tür in ihre Räumlichkeiten in das ehemalige Jakobsstift in Augsburg geladen. Über 100 Gäste kamen und informierten sich über das neue Beratungsangebot für Menschen mit Behinderungen, das der Bunte Kreis im Verbund mit weiteren Trägern anbietet.
„Im Rahmen der EUTB können sich Betroffene, Angehörige und Interessierte zu allen Themen der Teilhabe und Rehabilitation beraten lassen“, erklärt die Leiterin der neuen Beratungsstelle, Hanna Jungnickel. „Wir beraten unabhängig von Kostenträgern und Leistungserbringern.“ Das Besondere: Die EUTB des Bunten Kreises arbeitet mit dem Peer-to-Peer-Ansatz. „Meine Kolleginnen und ich haben Erfahrung im Umgang mit einer Behinderung“, erklärt Hanna Jungnickel. „Ich selbst lebe mit einer körperlichen Beeinträchtigung.“ Den Beraterinnen sei es wichtig, die Anliegen der Ratsuchenden ernst zu nehmen und mit ihnen auf Augenhöhe nach Lösungen und Möglichkeiten für ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu suchen, so Hanna Jungnickel weiter.

Bei der Veranstaltung hatten über 100 Gäste Gelegenheit, das Team sowie das Beratungsangebot der EUTB kennenzulernen und spannende Gespräche rund um die Themen Teilhabe, Inklusion und Leben mit einer Behinderung zu führen. In seinem Grußwort betonte Augsburgs 3. Bürgermeister Dr. Stefan Kiefer: „Wir haben jüngst den ‚Aktionsplan Inklusion für die Stadt Augsburg‘ vorgestellt. Eine der dort genannten, notwendigen Maßnahmen ist es, eine Beratungs- und Anlaufstelle für Menschen mit Behinderung zu schaffen. Mit der EUTB ist nun ein wichtiger Schritt in diese Richtung getan.“

Neben Dr. Stefan Kiefer lobte auch der Behindertenbeauftragte des Bezirks Schwaben, Volkmar Thumser, das Konzept der EUTB: „Es ist ein großer Fortschritt, ein unabhängiges Angebot für Betroffene zu haben, das nur dem Anliegen des Ratsuchenden verpflichtet ist.“ Die Stärken und Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen nimmt auch das Werkstattatelier der UWA Schwabmünchen in den Blick. Die Künstler mit Behinderung stellten anlässlich des Tages der offenen Tür einige Werke in den Räumen der EUTB aus. Die anwesenden Künstler freuten sich sehr, dass ihre Werke bei den Besuchern positiven Anklang fanden. Die Bilder sind noch bis Ende August im Jakobsstift zu sehen. Für eine gelungene musikalische Umrahmung des Nachmittags sorgte die inklusive Band Rempac, die mit einer Mischung aus Folk und Rock die Zuhörer begeisterte.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Podiumsdiskussion zum Thema „Ich lebe, wie es mir gefällt“, bei der Menschen mit Behinderungen den Zuhörern offen und ehrlich Einblicke in ihr selbstbestimmtes Leben gewährten. „Mit unserer Beratungsstelle möchten wir Betroffenen Mut machen“, betonte Hanna Jungnickel. „Bitte nehmen Sie Hilfen an und lassen Sie sich beraten. Nur so können Sie ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen.“

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