15-Jährige zwei Mal vergewaltigt? Prozess am Augsburger Amtsgericht geht weiter

Der Prozess um die Vergewaltigung einer 15-Jährigen in einer Augsburger Asylbewerberunterkunft ging nun weiter.

Das Verfahren um die mehrfache Vergewaltigung einer 15-Jährigen in einer Augsburger Asylbewerberunterkunft wurde am Montag am Amtsgericht fortgesetzt. Bislang mussten drei junge Männer vor Gericht erscheinen, gegen zwei weitere mutmaßliche Täter laufen die Ermittlungen.
Den drei jungen Männern, die sich bereits im Juli vor Gericht verantworten mussten, wird vorgeworfen, die 15-Jährige zunächst mit Drogen gefügig gemacht zu haben. Zwei der Angeklagten sollen das Mädchen dann vergewaltigt haben. Einer von ihnen, ein 18-Jähriger, gestand die Tat bereits im Juli. Er wurde wegen Vergewaltigung zu einer Jugendhaft von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt.
Das Gericht hielt ihm das Geständnis zu Gute, durch das der 15-Jährige die Aussage erspart werden sollte. Der Fall stellte sich auch nicht ganz einfach dar, da die 15-Jährige womöglich "falsche Signale" gesetzt habe, sagte damals Richterin Angela Reuber. Das Mädchen hatte mit den Angeklagten schon länger über WhatsApp kommuniziert, Nachrichten mit einschlägigem Inhalt gesendet. Ein 21-Jähriger wurde wegen Beihilfe zur Vergewaltigung ebenfalls nach einem Geständnis verurteilt, zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten. Beide müssen ein Schmerzensgeld von 5000 Euro an das Mädchen zahlen.
Der dritte Angeklagte wollte in der ersten Verhandlung nicht gestehen, auch wenn ihm das womöglich eine mildere Strafe eingebracht hätte. "Warum sollte sie nicht aussagen", meinte der 21-Jährige im Hinblick auf die Geschädigte. "Sollte es stimmen, dann soll sie es hier nochmal sagen." Er habe zwar Sex mit der 15-Jährigen gehabt, doch vergewaltigt habe er sie nicht. Er sei auch kurzzeitig mit dem Mädchen liiert gewesen.
Zeugen fanden das Mädchen im Juli 2018 bewusstlos auf der Straße liegen. In der Kinderklinik wurden Hinweise auf eine Sexualstraftat gefunden, DNA-Spuren deuteten auf den 18- und den 21-Jährigen hin. Die Aufklärung vor Gericht erwies sich am Montag als schwierig. Genaue Angaben zur Tat konnte kein Zeuge machen, die 15-Jährige selbst sagt aus sie habe einen Filmriss und könne sich kaum erinnern, was passiert war.
Das Verfahren gegen den 21-Jährigen konnte am Montag schließlich noch nicht beendet werden, es wird am 4. November fortgesetzt. Ihm wird auch noch eine weitere Tat zur Last gelegt: Mit zwei weiteren Männern soll er dieselbe Geschädigte bereits vor der Tat im Juli vergewaltigt haben, damals in einer Wohnung in Friedberg. Die Verhandlung zu dieser Tat findet ebenfalls noch im November statt. (lat)

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