Kinderpornografie in über 11.000 Fällen

Das Oberlandesgericht hat das Urteil gegen einen Sammler von Kinderpornografie bestätigt. Der Mann wurde zu drei Jahren Haft verurteilt. Foto: © tom_u / 123rf.de

Das Urteil gegen einen 49-Jährigen aus dem südlichen Landkreis Augsburg wegen Besitzes von Kinderpornografie ist rechtskräftig. Das Oberlandesgericht bestätigte den Augsburger Richterspruch.

Das Verfahren gegen den 49-jährigen Maschinenführer ist somit juristisch abgeschlossen. Das Oberlandesgericht verwarf die Revision des Mannes gegen ein Berufungsurteil der 6. Kammer des Landgerichts Augsburg unter Vorsitz von Klaus Jelinek. Die Verurteilung zu drei Jahren Haft ist demnach nun rechtskräftig.

Der Mann war wegen des Besitzes von 11.209 kinderpornografischen Dateien verurteilt worden, die er in 36 Fällen zugleich verbreitet hatte. Bereits im Jahr 2004 erhielt er wegen Besitzes von Kinderpornografie eine Bewährungsstrafe.

Seine aktuelle Sammlung sei tatsächlich noch wesentlich umfangreicher gewesen als es das Urteil vermuten lässt, so das Gericht in einer Pressemitteilung. Die Auswertung der sichergestellten Datenträger wurde demnach seinerzeit bei etwa 10 Prozent des Datenbestandes gestoppt. Auch so umfasste die Anklageschrift bereits 142 Seiten und selbst das Berufungsurteil, bei dem nur die Strafhöhe überprüft wurde, war 106 Seiten lang.

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