Landgericht Augsburg: "Prinz Protz" bleibt in Haft

Justizia hat es weiter mit "Prinz Protz" zu tun.

Die zweite Strafkammer des Landgerichts Augsburg hat am Dienstag gegen den häufig als „Protzprinz“ bezeichneten Marcus von Anhalt einen neuen Haftbefehl erlassen. Der Prinz muss daher weiter im Gefängnis bleiben. Prozessbeginn der neuerlichen Hauptverhandlung ist für den 17. Mai vorgesehen.

"Nach Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils erster Instanz im Strafmaß hatte der Bundesgerichtshof das Verfahren an eine andere Kammer des Landgerichts Augsburg zurückverwiesen", schreibt das Gericht in einer Pressemitteilung. Neu zu verhandeln sei aber nur über die Strafhöhe. Hierbei werde es zentral es um die Frage gehen, wie stark ein etwaiger gewerblicher Anteil der vom Prinzen genutzten Luxusautos zu gewichten ist. Von Anhalt war im Januar 2015 wegen Steuerhinterziehung zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Die Kammer begründete den Haftgrund der Fluchtgefahr zum einen mit der nach Aktenlage immer noch hohen Straferwartung sowie mit zahlreichen Wohnungen im Ausland, über die der Prinz verfüge, so dass er sich jederzeit absetzen könne. (pm)

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