Mit Tischbein totgeprügelt: Nach Tat in Affing wurde nun Anklage wegen Mordes erhoben

In einer Asylunterkunft in Affing ist im vergangenen August ein Mann totgeprügelt worden. Nun wurde Anklage wegen Mordes gegen den mutmaßlichen Täter erhoben.

In einer Asylunterkunft in Affing tötete im vergangenen Sommer ein Mann einen Mitbewohner. Nun hat die Staatsanwaltschaft Augsburg Anklage wegen Mordes erhoben.
Die Staatsanwaltschaft hat gegen einen 34-jährigen Asylbewerber Anklage wegen Mordes erhoben. Der Angeschuldigte sei dringend verdächtig, am 2. August 2019 in den frühen Morgenstunden, mit einem hölzernen Tischbein bewaffnet, das Zimmer seines Opfers betreten zu haben. Dort soll er dem 48-Jährigen, wissend, dass dieser allein im Zimmer schlief, mit dem Tischbein zunächst mehrere heftige Schläge gegen den Kopf versetzt haben. Als sein Opfer vor dem Bett zu Boden sackte, habe der 34-Jährige eine Vielzahl weiterer wuchtiger Schläge gegen den gesamten Körper des anderes Mannes gesetzt, so die Anklage.

Das Opfer verstarb kurz darauf in der Notaufnahme des Universitätsklinikums Augsburg in Folge multipler Verletzungen. Unter anderem hatte der Mann ein Schädel-Hirn-Trauma und einen Pneumothorax.

"Ein nachvollziehbares Motiv für die Gewaltexzesse haben die Ermittlungen nicht ergeben", erklärt die Staatsanwaltschaft, die es als erwiesen ansieht, dass der Angeschuldigte den Zeitpunkt des Angriffs so wählte, dass sein Opfer allein im Zimmer schlief und damit wehrlos war. Es wird daher vom Mordmerkmal der Heimtücke ausgegangen.

Über die Eröffnung des Verfahrens wurde noch nicht entschieden und daher auch noch keine Termine zur Hauptverhandlung bestimmt. (pm)

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