Giftgefahr für Haus- und Wildtiere

Alarmsignale bei Katzen – Vergrößerte Pupillen und ungewöhnliches Verhalten können auch auf eine Vergiftung hinweisen

Warnung / Tierschutzverein verfolgt Hinweise auf illegale Giftköder in Göggingen

Augsburg. Alarmierende Meldungen über mögliche Giftköder erreichen den Tierschutzverein Augsburg und Umgebung derzeit aus Göggingen-Süd. „Der jüngste Hinweis kam von einer verzweifelten Katzenbesitzerin aus der Radaustraße“, berichtet Vereins-Geschäftsführerin Sabina Gaßner. Deren Freigänger-Kater Flecky spuckte zuhause plötzlich Blut, später kam noch blutiger Durchfall hinzu. Tierärztliche Medikamente halfen nicht, in der Tierklinik bestätigte sich dann der Verdacht auf eine Vergiftung.

Die Ursache – ob Giftköder oder etwa der Verzehr einer giftigen Pflanze – konnte allerdings nicht mehr bestimmt werden. Jedoch war kurz nach diesem Vorfall in der Gegend eine weitere Katze auf der Straße mit Krämpfen und offensichtlichen Schmerzen beobachtet worden, die sich aber nicht aufnehmen ließ. Auch hatten ortsansässige Hundebesitzer von Vergiftungserscheinungen bei ihren Tieren nach dem Gassigehen berichtet.

Gefahren und Gesetzeslage

„Wenn hier jemand illegal Giftköder auslegt, muss das schnellstmöglich aufgeklärt und unterbunden werden“, betont Gaßner und weist darauf hin, dass „solch grausames und rohes Verhalten nicht nur Haus- und Wildtiere bedroht, sondern im schlimmsten Fall auch Kinder gefährdet. Nicht umsonst können solche Straftaten nach § 17 des Tierschutzgesetztes mit Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren geahndet werden.“

Aufmerksamkeit und Information

Darum bittet der Tierschutzverein Tierhalter insbesondere in Göggingen um ihre Mithilfe. „Melden Sie sich bei uns, wenn Ihr Tier nach einem Aufenthalt im Freien Symptome einer Vergiftung zeigt“, appelliert Gaßner. Am auffälligsten sind unsicherer Gang, Lähmungen, Schaum vor dem Maul, Krämpfe oder starkes Zittern, Benommenheit und Apathie. In solchen Fällen sollte schnell ein Tierarzt aufgesucht werden. „Falls ihr Tier ungewöhnlich würgt und sich übergibt, sollten Sie ein wenig von dem Erbrochenen zum Tierarzt mitnehmen,“ rät Gaßner zudem, „das hilft bei Analyse und Behandlung.“

Kater Flecky zumindest ist mittlerweile wieder zuhause, wenn auch stark abgemagert und noch sehr teilnahmslos. Seine Besitzerin hofft zwar, dass er sich bald vollständig erholt, doch wie es künftig mit Streifzügen in die Umgebung aussieht, ist noch ungewiss. Auf jeden Fall aber will sie mit ihrer Meldung zu mehr Öffentlichkeit beitragen, um damit anderen Tierbesitzern und Tieren solch schlimme Erfahrungen möglichst zu ersparen.

Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e.V., Tel. 08 21 / 45 52 90-0, info[at]tierschutz-augsburg[dot]de, www.tierschutz-augsburg.de

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