Region: Augsburg Stadt

Steckbrief: Chinesische Zwergwachtel

Die tagaktiven Zwergwachteln brauchen täglich etwa zehn Stunden Schlaf

Oder: Welches Tier passt zu mir?*

Allgemein: Bei 14 Zentimeter ist Schluss, größer wird selbst eine ausgewachsene Zwergwachtel nicht und auch kaum schwerer als 70 g. Die kleinen rundlichen Hühnervögel sind tagaktive Bodenbewohner und wurden in China schon seit Jahrhunderten als Ziervögel gehalten. Nach Europa kamen diese „Chinesischen Zwergwachteln“ erstmals Ende des 18. Jh.

Tatsächlich reicht der natürliche Lebensraum von Zwergwachteln vom südlichen Nordafrika über weite Teile Asiens und der pazifischen Inseln bis Australien. Die emsigen Tiere bevorzugen dichtgrünes Grasland, durch das sie ausgedehnte Tunnelpfade anlegen. Ihr Naturgefieder ist sandfarben bis grau-braun, mit weißen, rotbraunen und schwarzen Zeichnungen. Gezüchtet werden auch weiß, silbern, hellbraun, isabell, geperlt und gescheckt. Henne und Hahn sind deutlich voneinander zu unterscheiden.

Von Menschen gehalten, laden die munteren Zwergwachteln zum Beobachten ein, werden aber nicht handzahm. Für Kinder sind die zarten Vögelchen nicht geeignet.

Lebenserwartung: 4–6 Jahre

Haltung: Zwergwachteln brauchen viel Platz, ein Quadratmeter sollte es für zwei Tiere mindestens sein. Zwergwachteln leben monogam und müssen gemischtgeschlechtlich als Paar gehalten werden- Weitere Artgenossen rufen meist aggressives Verhalten hervor, andere, fliegende Vögel als Volierengenossen sind unproblematisch.

Der Boden sollte mit Grasbüscheln, Steinen, Rindenstücken, Wurzeln und mindestens einem Kleintier-Häuschen abwechslungsreich gestaltet sein und unbedingt Versteckmöglichkeiten bieten. Als Einstreu empfehlen sich Erde, Rindenmulch oder Hobelspäne, Sand nur stellenweise zum Scharren und als Sandbad.

Steht der Käfig etwas erhöht, fühlen sich die schreckhaften Vögel bei Annäherung nicht so schnell bedroht. Zugluft, abrupte Temperaturschwankungen und Frost sind zu vermeiden.

Futter: Wasser und Futter in flachen Schüsseln am Boden, pro Zwergwachtel und Tag etwa zwei Teelöffel Sämereien, etwa Exoten-Körnermischungen und/oder Hirsekolben. Zusätzlich täglich frische Kräuter, Sprossen, Gemüse und Obst. Mäßig, aber regelmäßig sorgen getrocknete Insekten und Mehlwürmer für Eiweiß, Grit und Sepiaschale für Mineralien und eine gute Verdauung.

Zum Tierarzt bei: Apathie, aufgeplustertes ungepflegtes Gefieder, Gefiederlücken und veränderter Kot. Bei Auffälligkeiten nicht warten, sondern schnell mit dem Tier zu einem vogelkundigen Tierarzt.

* Ein Service des Tierheims Augsburg.

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